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ICOS misst Europas Umweltbilanz aus

Abb.: ICOS

Windmesser. Abb.: ICOS

Auch TU Dresden ist an Ökoforschungs-Netz beteiligt

Helsinki/Dresden, 20. November 2015. Institute aus acht europäischen Ländern wollen gemeinsam ein kontinentales Überwachungssystem für Europas Umweltbilanz aufbauen. Im Fokus des „Integrated Carbon Observation System“ (ICOS ERIC) werden vor allem die Kreisläufe von Kohlenstoff und Treibhausgasen stehen, teilte das wissenschaftliche Konsortium mit. Beteiligt ist auch die TU Dresden.

Pflanzen können Sachsens Treibhausgas-Bilanz um ein Fünftel verbessern

Die sächsischen Projektpartner betreiben unter anderem vier Messstationen, die langfristig die Kohlendioxid-Belastungen ermitteln. Dabei versuchen die Forscher auch zu erkunden, ob und wie stark die CO2-Werte in Sachsen zum Beispiel durch pfluglose Bodenbewirtschaftung oder unterschiedliche Methoden der Waldbewirtschaftung beeinflussbar sind. „Erste Abschätzungen zeigen, dass die CO2-Aufnahme in Pflanzen die sächsische Treibhausgasbilanz um bis zu 20% verbessern kann“, informierte Dr. Thomas Grünwald vom Tharandter Institut für Hydrologie und Meteorologie der TU Dresden.

Am europaweiten ICOS-Projekt sind Partner aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Finnland beteiligt. Die Europäische Kommission hat das Netzwerk offiziell am heutigen Tag gegründet. Ein wichtiges Ziel dabei ist es, europaweit einheitliche und damit vergleichbare Messmethoden und Infrastrukturen zu etablieren, die die Umweltbilanz im EU-Raum zuverlässig ermitteln können.

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