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Sachsen bleibt wirtschaftlich gespalten

Abb.: hw

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Leipzig und Kreis Görlitz mit starkem BIP-Wachstum seit 2000, das Vogtland schwächelt

Kamenz, 19. November 2015. Wirtschaftlich bleibt Sachsen ein in sich gespaltenes Land: Während vor allem die Großstädte und wenige Landkreise wie Görlitz seit der Jahrtausendwende ökonomisch weit überdurchschnittlich gewachsen sind, sind viele ländliche Gebiete wie etwa das Vogtland weit zurück. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die das Statistische Landesamt im Kamenz heute veröffentlicht hat.

Demnach wuchs das in Sachsen erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2000 und 2013 um insgesamt 38,3 Prozent. Während das BIP aber zum Beispiel im Kreis Görlitz sogar um 59,8 % zulegte, in der Stadt Leipzig um 59, 5 %, fiel das Plus in der Landeshauptstadt Dresden mit 42, 2 % schon deutlich bescheidener aus. Weit unterdurchschnittlich waren die Zuwächse im Vogtlandkreis (19,7 %) und in Nordsachsen (22,1 %).

Dass Dresden – obwohl gern als ostdeutscher Leuchtturm herausgestrichen – im Vergleich zu Leipzig eher schwach abgeschnitten hat, dürfte vor allem daran liegen, dass der Automobilbau an der Pleiße ein robustes Wachstum in den vergangenen Jahren geschafft hat, die Mikroelektronik in Dresden hingegen nicht erst seit der Qimonda-Pleite viel Dynamik eingebüßt hat.

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