Kunst & Kultur
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Pac-Man flieht aus der Videospiel-Welt

Die Multimedial-Kinder radeln zum Festival. Abb.: Medienkulturzentrum Dresden

Die Multimedial-Kinder radeln zum Festival. Abb.: Medienkulturzentrum Dresden

„Medienfestival 2015“ lockt Mitte November in Dresden mit Aktionen an der Naht zwischen analog-„echter“ und digitaler Welt

Dresden, 30. Oktober 2015. Wer sich an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt amüsieren mag, sollte sich den 14. und 15. November freihalten: Dann nämlich lockt das „Medienfestival 2015“ in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) mit über 50 multimedialen Spiel-, Bastel- und Kreativaktionen auf acht Museums-Etagen. Dabei können die Besucher auch Apps, Games, Onlineprojekte, Computeranimationen und Software-Entwicklungen austesten, die Jugendliche aus ganz Deutschland für den deutschen Multimediapreis „mb21“ eingereicht hatten, kündigte Mandy Ziegler vom Medienkulturzentrum Dresden an. Am Samstagnachmittag hagelt es für die besten Beiträge dann Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Pac-Man kommt wieder - diesmal auf Smartphones und Tablets. Abb.: Bandai Namco

Pacman. Abb.: Bandai Namco

Zu den Attraktionen für die Gäste dürfte sicher der gefräßige Pac-Man aus dem gleichnamigen Videospiel-Klassiker gehören: Er flüchtet mal nicht vor Gespenstern, sondern springt zum Festival aus dem Heimcomputer – und schüttelt leibhaftig den Besuchern die Hand. Wer solcherart materialisierte Grob-Pixel nicht anfassen möchte, kann sich alternativ an virtuell erweitertem Tischtennis versuchen oder 3D-Druckern kuriose Kreationen entringen.

Datenkraken durchleuchten Besucher

Wie Datenkraken Informationen über Menschen sammeln, indem sie frei zugängliche Informationen aus dem Internet saugen, zeigt beispielsweise die interaktive Videoinstallation „CCTV2.0“: Dort nimmt eine Kamera die Gesichter der Besucher auf und wirft dann Infos über sie aus, die das Programm bei Facebook & Co. über ihn oder sie gefunden hat. An einer anderen Station steuert der Gast einen virtuellen Pinsel durch Megaphon-Töne.

Im Jahr des Lichts können sich die Festival-Besucher auch in Lichtmalerei versuchen . Abb.: Medienkulturzentrum Dresden

Im Jahr des Lichts können sich die Festival-Besucher auch in Lichtmalerei versuchen . Abb.: Medienkulturzentrum Dresden

Elektrisches Lichtorchester flutet Stadt mit Photonen

Interessant verspricht insbesondere ein photonisch-musikalisches Projekt zu werden: Zum internationalen „Jahr des Lichts“ inszenieren Künstler im Museumsturm der Technischen Sammlungen bereits seit Monaten die Lichtinstallation „Talking Tower“, die im weitem Umfeld abends zu sehen ist. Speziell zum Medienfestival tritt in der 8. Etage ein elektrisches Lichtorchester mit selbstgebauten Instrumenten auf. „Die erzeugten Klänge werden in Lichtimpulse umgewandelt und vom Turm über die Stadt geschickt“, kündigten die Organisatoren an.

3000 Besucher kamen zuletzt zum Festival

Bis zum Jahr 2013 hatte das Medienkultuzentrum dieses Festival in der „Scheune“ in der Dresdner Neustadt ausgerichtet. Seit dem Umzug in die Technischen Sammlungen in Dresden-Striesen ist auch der Zuspruch gewachsen: Rund 3000 Festivalgäste (ursprüngliche Angabe des Veranstalters: rund 2500 Besucher) kamen im vergangenen Jahr und damit etwa viermal soviel wie zuletzt in der „Scheune“. „Wir waren überwältigt von dem Zuspruch“, kommentierte Mandy Ziegler. Die Veranstalter hoffen, nun an diesen Besucherrekord anknüpfen zu können.

Medienfestival 2015 in Dresden – Trailer from Medienkulturzentrum Dresden on Vimeo.

Gekoppelt ist das Festival einerseits mit der erwähnten Preisverleihung im bundesweiten Jugend-Multimedia-Wettbewerb „mb21“. Gleichzeitig endet mit dem Medienfestival auch die „Cross-Media-Tour 2015“. Das ist eine Kursreihe, in der Kinder und Jugendliche seit den Sommerferien zum Beispiel Kurzfilme, Trickfilme, Radiosendungen und Computerspiele entwickelt konnten. hw

-> Das vollständige Festivalprogramm ist hier im Netz zu finden.

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