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Fraunhofer Dresden auf Diamantensuche in den USA

Künstliche Diamanten, die Fraunhofer in den USA herstellt. Foto: Fraunhofer CCD

Künstliche Diamanten, die Fraunhofer in den USA herstellt. Foto: Fraunhofer CCD

IWS beteiligt sich an 5 Millionen $ teurem Technologiezentrum in Michigan

Dresden/East Lansing, 16. Oktober 2015. Das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) beteiligt sich an der Diamanten-Herstellung in den USA. Allerdings geht es den sächsischen Ingenieuren und Wissenschaftlern nicht um schmückende Halsketten: Sie beteiligen sich in East Lansing an einem neuen, fünf Millionen Dollar teuren Technologiezentrum für Beschichtungs- und Diamanttechnologien an der Universität von Michigan. Dort sollen künstliche Diamanten für superharte Werkzeuge und besonders belastbare Leistungselektronik synthetisiert werden.

Diamantartige Schichten sollen Spritverbrauch von Autos drastisch senken

Das IWS Dresden arbeitet schon seit Jahren an diamant-ähnlichen Beschichtungstechnologien, die zum Beispiel die Reibungsverluste in Automotoren oder den Abrieb in Werkzeugmaschinen drastisch verringern. Würde man diese kohlenstoff-basierte Verfahren konsequent im Automobilbau einsetzen, könnte dies jährlich den weltweiten Benzin- und Dieselverbrauch um 117 Milliarden Liter verringern, haben die Fraunhofer-Forscher inzwischen hochgerechnet.

Im neuen gemeinsamen Technologiezentrum von Fraunhofer und der Uni Michigan werden zusätzliche Fertigungskapazitäten für die Diamant-Synthese entstehen. Foto: G.L. Kohuth/ Fraunhofer, Uni Michigan

Im neuen gemeinsamen Technologiezentrum von Fraunhofer und der Uni Michigan werden zusätzliche Fertigungskapazitäten für die Diamant-Synthese entstehen. Foto: G.L. Kohuth/ Fraunhofer, Uni Michigan

Diamant-Elektroden lassen Chips extreme Stromstärken vertragen

Zudem hat sich auch gezeigt, dass Elektroden aus sehr dünnen Diamantschichten die Produktion von Computerchips ermöglichen, die viel höherer Spannungen und Stromstärken aushalten als heutige Leistungs-Halbleiter. Dieser Einsatz von Kunstdiamanten für neue Elektronik wird auch ein besonderer Forschungsschwerpunkt des neuen Technologiezentrums im US-Bundesstaat Michigan sein.

Zum Weiterlesen:

Diamant-Effekt für Motoren soll Milliarden Liter Kraftstoffe sparen

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