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250 Gulag-Interview digitalisiert

Abb.: Stiftung Aufarbeitung / Uni Bonn

Abb.: Stiftung Aufarbeitung / Uni Bonn

Stiftung Aufarbeitung bekommt elektronisches Zeitzeugenarchiv

Berlin/Bonn, 13. Oktober 2015. Vor allem seit Alexander Solschenizyns Werk „Der Archipel Gulag“ gilt das Gulag-Lagersystem als das Symbol schlechthin für den stalinistischen Terror: Die kommunistischen Machthaber der Sowjetunion sperrten in diesen rund 20 Millionen Menschen ein und viele kehrten nie zurück. Der Historiker Dr. Meinhard Stark hat seit 1989 insgesamt 250 ehemaliger Lager-Häftlinge und ihre Angehörigen interviewt. Dieses einzigartige Zeitzeugen-Archiv hat die Uni Bonn nun digitalisiert. Dr. Stark und weitere Forscher wollen diese elektronischen Unterlagen Ende Oktober an die „Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur“ in Berlin übergeben.

Der Bestand umfasst insgesamt etwa 1200 Stunden Tondokumente und reichlich 46.000 Blatt schriftlicher Aufzeichnungen. Auf dieser Basis waren in den vergangenen 25 Jahren bereits mehrere wissenschaftliche Arbeiten über das Gulag-System entstanden, teilte die Stiftung mit. In der digitalisierten Version dürften sich die Zugriffsmöglichkeiten von anderen Forschern und historisch Interessierten noch einmal deutlich erleichtern.

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