Forschung
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Höhenflieger HALO bleibt in der Luft

Blick aus dem Forschungs-Flugzeug HALO bei einem Einsatz über dem Amazonas-Gebiet. Foto: DLR (CC-BY 3.0)

Blick aus dem Forschungs-Flugzeug HALO bei einem Einsatz über dem Amazonas-Gebiet. Foto: DLR (CC-BY 3.0)

DFG bewilligt Millionen für atmosphärische Forschungsprogramme der Unis Leipzig, Dresden und Frankfurt

Bonn/Dresden, 9. Oktober 2015. Das Höhen-Forschungsflugzeug HALO („High Altitude and Long Range Research Aircraft“) steht weitere sechs Jahre für die wissenschaftliche Erkundung der Erdatmosphäre und -oberfläche zur Verfügung: Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hat dafür nun ein millionenschweres Forschungsprogramm bewilligt, das von den Unis Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main koordiniert wird. Das teilten die Partner-Universitäten heute mit – sie können jetzt Gelder für konkrete Forschungsprojekte beantragen.

HALO operiert in 15 km Höhe zwischen Satelliten und Bodenstationen

„HALO erlaubt es, Erdsystemforschung auf internationalem Spitzenniveau durchzuführen“, betonte Prof. Manfred Wendisch vom Leipziger Institut für Meteorologie. Da dieses Flugzeug in bis zu 15 Kilometern Höhe einsetzbar sei, schließe es eine Lücke zwischen den Informationen, die Weltraum-Satelliten über die Atmosphäre und die Erdoberfläche sammeln, und den Daten von bodengestützten Messstationen.

Tropischer Regenwald, neue Sensoren und Wetter in Fokus

Das Forschungsflugzeug HALO basiert auf einem umgebauten „Ultra-Long Range Business Jet G 550“ der Firma „Gulfstream Aerospace“. Es fliegt bis zu 15 Kilometer hoch und maximal 8000 Kilometer weit und kann wissenschaftliche Nutzlasten bis zu drei Tonnen transportieren. Die beteiligten Unis setzten und setzen HALO beispielsweise ein, um den Zustand des tropischen Regenwaldes zu untersuchen, die Entstehung von Wolkenformationen zu erforschen, aber auch, um neuartige Höhensensoren zu entwickeln.

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