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Cyber-Gauner geben sich als Chefs aus

Das LKA Sachsen hat seit Juni 2014 ein Cyberabwehr-Zentrum SN4C mit 67 Spezialisten gegründet. Foto: Heiko Weckbrodt

Das LKA Sachsen hat im Juni 2014 ein Cyberabwehr-Zentrum SN4C mit 67 Spezialisten gegründet. Foto: Heiko Weckbrodt

Bereits mehrere Millionen Euro Schaden in Süddeutschland

Stuttgart/Dresden, 8. Oktober 2015. Das Cyberabwehrzentrum SN4C im Landeskriminalamt Sachsen warnt vor einer raffinierten Masche, mit der Cyber-Betrüger in Baden-Württemberg bereits mehrere Millionen Euro von Unternehmen abgeschöpft haben. Dabei kundschaften die Kriminellen aus, wann sich die Chefs im Zielunternehmen außer Haus befinden und schreiben dann an die Buchhaltung gefälschte E-Mails, in denen sie sich selbst als die absenten Geschäftsführer ausgeben. Darin fordern sie meist den Transfer größerer Summen, um angeblich eine noch geheime Firmen-Übernahme abzuwickeln. In mehreren Fällen hat diese Methode in Süddeutschland auch schon verfangen.

Hier die Tipps vom LKA:

  • Informieren Sie bei verdächtigen E-Mail Nachrichten Ihre Geschäftsleitung oder einen Vorgesetzten unabhängig von dem in der E-Mail angedachten oder vorgegebenen Weg.
  • Überprüfen Sie verdächtige E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise.
  • In den meisten bekannten Fällen fanden Vorabklärungen im Internet statt. Achten sie deshalb sehr genau darauf, welche Informationen über Ihre Firmenstrukturen und handelnde Personen auf Internetplattformen zu entnehmen sind.
  • Die Täter gehen professionell vor und nutzen auch bei der Annäherung an Ihre Mitarbeiter die üblichen Umgangsformen zwischen Leitungsebene und Mitarbeitern. Auch durch die Verpflichtung zur Verschwiegenheit in den betrügerischen Mails sollten firmeninterne Kotrollmechanismen nicht außer Kraft gesetzt werden können!
  • Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter und stellen Sie sicher, dass demonstrative Vorsicht und eventuell auch unbegründete Nachfrage nicht negativ bewertet wird – lieber Vorsicht als Nachsicht!

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