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Immer mehr Deutsche legen Daten in der Cloud ab

Auch iPad & Co. setzen inzwischen auf Cloud-Lösungen. Abb.: Apple

Abb.: Apple

1/3 nutzt Rechnerwolken, Tendenz: steigend

Berlin, 9. September 2015. Die NSA-Schnüffelaffäre hat den Cloud-Boom selbst unter den als datenschutz-orientiert geltenden Deutschen offensichtlich nicht nachhaltig erschüttert: Immer mehr Bundesbürger legen Fotos, Musik, Filme, Texte und andere Daten in Rechnerwolken („Clouds“) im Internet ab. Traf dies vor einem Jahr erst auf 27 Prozent der deutschen Internetnutzer zu, ist der Anteil inzwischen auf 32 Prozent, also etwa ein Drittel, gestiegen. Das geht aus Umfragen des deutschen Digitalverbands „Bitkom“ aus Berlin hervor.

Bitkom: Clouds bieten viel Speicher zu geringen Kosten

„Online-Dienste bieten große Speicherkapazitäten zu geringen Kosten“, erklärt sich das Dr. Mathias Weber, Bitkom-Bereichsleiter für IT-Services. „Die Daten stehen jederzeit und an jedem Ort mit Internetzugang zur Verfügung und können mit unterschiedlichen Geräten abgerufen werden.“

Ein Vorteil: Auch große Dateien anderen verfügbar machen

Solche virtuellen Festplatten im Internet bieten zum Beispiel Dropbox, Apple, Google, die Telekom, aber mittlerweile auch viele mittelständische Unternehmen an. In der Regel muss sich der Nutzer dort zunächst registrieren und kann dann eine gewisse Speicherkapazität auf den Internet-Rechnern des Diensteanbieters kostenlos belegen. Größere Kapazitäten muss er dann kostenpflichtig zubuchen. Die Daten kann er oder sie dann auch – meist per E-Mail-Freigabe – auch anderen Nutzern zur Verfügung stellen, damit diese die Daten kopieren oder bearbeiten können. Dies ist zum Beispiel für große Bild- oder Film-Dateien sinnvoll, die sich kaum per E-Mail verschicken lassen. Auch ermöglichen solche Clouds die Projekt-Zusammenarbeit von Menschen, die an ganz verschiedenen Orten tätig sind.

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Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.