Astrophysik & Raumfahrt

Kometen – die Lebensspender?

Nahaufnahme vom Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko. Foto:  ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Nahaufnahme vom Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko. Foto:
ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Daten von „Philae“ deuten auf organische Moleküle auf dem kosmischen Wanderer 67P hin

Sonnensystem, 3. August 2015. Der Komet „67P/Churyumov-Gerasimenko“ enthält komplexe und möglicherweise organische Moleküle. Das haben die vorläufigen Analysen der Daten ergeben, die das Landesmodul „Philae“ auf dem kosmischen Wanderer gesammelt hat. Dies würde die These stützen, dass auf der Erde in Jahrmillionen aufgeschlagene Kometen die Grundbausteine des Lebens auf unseren Heimatplaneten gebracht haben. Die europäische Raumfahrt-Behörde ESA hat nun eine Reihe von Fotos und daraus generierten Animationen veröffentlicht, die den Kometen von nahem und die mutmaßliche Position von „Philae“ auf dem unförmigen Brocken zeigen.

Auch Technik der TU Dresden an Bord

Die Instrumente „Ptolemy“ und „COSAC“ an Bord des Landesmoduls fanden 16 potenziell organische Komponenten auf dem Kometen, wahrscheinlich Moleküle aus Kohlenstoff und Stickstoff-Verbindungen. Außerdem wurden Wasser und Kohlenstoffoxide entdeckt.

Fotoserie von der Philae-Landung. Animation: ESA

Fotoserie von der Philae-Landung. Animation: ESA

Die ESA hatte die Raumsonde „Rosetta“ im März 2004 von der Erde gestartet. Diese erreichte im Sommer 2014 den Kometen „67P/Churyumov-Gerasimenko“ und setzte das Landemodul „Philae“ dort ab. Das Modul landete nicht ganz nach Plan, konnte aber einige Daten übertragen. An Bord sind Instrumente, die von zahlreichen wissenschaftlichen Instituten konstruiert wurden. u. a. ist auch an der TU Dresden entwickelte Technik dabei.