Ausflugstipp, Dresden-Lokales

Als Steinbrecher und Flößer noch das Elbtal bevölkerten

Stimmunsvoll ist diese 1937 von Sizzo Stief (1900- 1975)  gemalte Elblandschaft in Niedervogelgesang. Repro: Peter Weckbrodt

Stimmungsvoll ist diese 1937 von Sizzo Stief (1900- 1975) gemalte Elblandschaft in Niedervogelgesang. Repro: Peter Weckbrodt

Oigers Wochenendtipp: Stadtmuseum Pirna zeigt Landschaftsbilder jenseits der Romantik

Pirna/Dresden, 10. Juli 2015. Für alle Freunde schöner Landschaften in Natur wie auch im Bild zeigt das Stadtmuseum Pirna noch bis zu diesem Wochenende in der Sonderausstellung „Vom Elbtal ins Gebirge – Malerei jenseits der Romantik“ Werke u. a. von Gotthardt Kuehl, Robert Sterl, Wilhelm Rudolf, Johannes Beutner, Pol Cassel, Johannes Oehme, Theodor Rosenhauer, Fritz Schulze, Ernst Hassebrauk und Eva Schulze-Knabe. Wie in der jüngst durch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit großer Resonanz gezeigten Sonderausstellung „Dahl und Friedrich – Landschaften“ sind auch auf den in Pirna ausgestellten Landschaftsdarstellungen das Elbtal, die Sächsische Schweiz und das Böhmische Mittelgebirge immer wiederkehrende Motive. Gezeigt werden vorrangig Gemälde aus dem 20. Jahrhundert.

Anders als in der Ära der Romantiker war die Sächsische Schweiz zu dieser Zeit touristisch bereits erschlossen. Sie wurde nicht nur, aber immer noch, von Steinbrechern, Schiffern, Waldarbeitern, Flößern und Kleinbauern bewohnt. Sie sind auf den Bildern wiederholt in für sie typischen Haltungen und Verrichtungen zu entdecken. Einige der auf der Ausstellung vertretenen Künstler zogen, so Robert Sterl und Johannes Oehme, mit ihren Familien selbst in die Sächsische Schweiz.

Ganz anders dieses 1951 entstandene Gemälde zweier Arbeiter an  Steinen von Theodor Rosenhauer. Repro: Peter Weckbrodt

Ganz anders dieses 1951 entstandene Gemälde zweier Arbeiter an Steinen von Theodor Rosenhauer. Repro: Peter Weckbrodt

Erste Bilder hängen schon im Eingangsbereich des Museums, das in angenehm kühlen Räumen im historischen Klosterhof untergebracht ist. Einen hohen Schauwerk hat zweifellos ein Diorama mit Aussichten der Sächsischen Schweiz aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Selbstverständlich ist das Stadtmuseum selbst auch einen Besuch wert.

Die Pirnaer Altstadt bietet malerische Ecken ohne Ende. Foto: Peter Weckbrodt

Die Pirnaer Altstadt bietet malerische Ecken ohne Ende. Foto: Peter Weckbrodt

Auch Bummel durch Altstadt von Pirna lohnt

Der Museumsbesuch sollte unbedingt mit einem kleinen Rundgang durch die historische Altstadt Pirnas verbunden werden. Das Rathaus, die Marienkirche, den Engelserker, das Tetzelhaus und eine Menge weiterer Prachtbauten, darunter sogar einige Hotels und Cafes, liegen nah beieinander. Die Vielzahl der Einzelhandelsgeschäfte, die praktisch jeden Bedarf abdecken, ist für die an riesige Einkaufstempel gewohnten Großstädter angenehm überraschend. Gelegenheiten, sich von den stadtüblichen Strapazen auf hohem Niveau genussvoll zu erholen, finden sich in den Gassen jede Menge. Autor: Peter Weckbrodt

Stadtmuseum Pirna, Klosterhof 2, 01796 Pirna, Tel.: 03501-556 461, Di. bis So. 10 bis 17 Uhr; Eintritt: Erw. 4 Euro, Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre frei; Erm. 3 Euro