Wirtschaft

IBM-Allianz zeigt erste 7-Nanometer-Chips

Einer der neuen 7-Nanometer-Testchips. Foto: IBM

Einer der neuen 7-Nanometer-Testchips. Foto: IBM

Auch Globalfoundries und Samsung an Bord

Albany, 9. Juli 2015: Von wegen, die Mikroelektronik stößt demnächst an ihre physikalischen Grenzen, wie seit Jahren geunkt: Einer Forschungsallianz von IBM, Globalfoundries, Samsung und weiteren Partnern ist es jetzt in Albany bei New York gelungen, erste funktionsfähige Computerchips der 7-Nanometer-Generation herzustellen, wie IBM heute mitteilte. Zum Vergleich: Die kleinsten Strukturen auf diesen Testchips sind nur etwa halb so groß wie selbst die fortschrittlichsten Serien-Halbleiter, die bisher nur ganz wenige Elektronikkonzerne wie Intel herstellen können und in denen die Strukturen bis auf 14 Nanometer (Millionstel Millimeter) herunterreichen. Das entspricht etwa dem Zehntausendstel Durchmesser eines menschlichen Haares.

Auch neue EUV-Belichter eingesetzt

Wann die neue Chipgeneration in die Massenproduktion geht, steht noch nicht fest, zu rechnen ist damit aber wohl nicht vor 2017. Die Technologien, die die Forschungspartner für die Testproduktion eingesetzt haben, sind recht aufwendig, zum Beispiel haben die Ingenieure neben Silizium auch Germanium verwendet, zudem statt optischer Chip-Belichter auch die neuen Röntgen-Belichter (Extremes Ultraviolett = EUV) in mehreren Prozessschritten verwendet. All dies soll dafür sorgen, dass die neuen Elektronikbausteine nicht nur bedeutend schneller als heutigen Modelle arbeiten können, sondern auch besonders wenig Strom verbrauchen. Dies gilt als wiederum als wichtiges Voraussetzung, um künftig immer mehr mobile Geräte, aber auch Textilien und anderes mit einer „Eigenintelligenz“ zu versehen und zum „Internet der Dinge“ zu vernetzen.

Staat förderte Entwicklung

Das 7-nm-Projekt wurde im Übrigen auch durch staatliche Förderung in den USA ermöglicht: Der Bundesstaat New York unterstützte die Forscher in einer Staatlich-privaten Partnerschaft („PPP“).

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