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Mehr Honigtöpfe für Hacker

Honeypot. Abb.: hw

Abb.: hw

Intel und Telekom wollen Angriffs-Frühwarnsystem aufbauen

Bonn, 30. Juni 2015. Die Deutsche Telekom und der US-Chipkonzern Intel wollen gemeinsam ein Frühwarnsystem im Internet entwickeln, das Kunden in Echtzeit vor nahenden Cyber-Angriffswellen warnt. Als Sensoren sollen dabei „Honeypots“ (Hönigtöpfe) dienen: Fallen, die Cyberkriminellen verwundbare Rechner vorgaukeln.

Telekom betreibt derzeit 180 Honeypot-Fallen

Die Telekom betreibt laut eigenen Angaben bereits weltweit 180 solcher „Hönigtöpfe“, die im Schnitt bis zu 600.000 Mal täglich angegriffen werden – vor allem aus den USA, Russland, Japan und China. Ein Großteil davon sind freilich nicht wirklich gezielte Attacken, sondern Scans, mit der Hacker und Cyberkriminelle automatisch im ganzen Netz nach offenen Portalen für spätere echte Angriffe suchen.

Dieses Honigtopf-System wollen Intel und Telekom in einer gemeinsamen Forschungsallianz ausbauen und verbessern. Letztlich soll dies dazu führen, dass jedes Smartphone und jeder ans Internet angeschlossene Rechner mit solch einem Frühwarnsystem gekoppelt werden kann.Welchen Nutzen die Kunden letztlich davon haben, bleibt abzuwarten: Auch Liegestütze oder Gebete helfen letztlich nicht viel, die wohl einzig sichere Abwehrmaßnahme bei einem sich zusammenbrauenden Cyber-Gewitter im Netz wäre es höchstens, das Gerät vom Internet vorübergehend abzuzwicken.