Dresden-Lokales

Schnecken am Barockschloss Reinhardtsgrimma

Blick in das Kirchenschiff Reinhardtsgrimma mit Silbermannorgel. Foto: Peter Weckbrodt

Blick in das Kirchenschiff Reinhardtsgrimma mit Silbermannorgel. Foto: Peter Weckbrodt

Oiger-Wochenendtipp führt zum Kulturwochenende mit Kindermusival, Orgelkonzert und Märchenwiese

Dresden/Reinhardtsgrimma, 19. Juni 2015. Für Alt und Jung gleichermaßen reizvoll ist das Programm, welches die Festgemeinschaft „Kulturwochenende Reinhardtsgrimma“ für das Wochenende am 20. und 21. Juni 2015 vorbereitet, und dessen Ruf wir folgen wollen. Das Kulturwochenende startet am Sonnabend 14 Uhr mit einer historischen Führung durch den 808 Jahre alten Ort zu Füßen des Osterzgebirges. Es soll ein unterhaltsamer Rundgang mit dem Heimatverein werden. Treffpunkt ist die Parkseite des sehenswerten Schlosses.

François bringt Friesen das Sackhüpfen bei

Zum Kindermusical „Wie François den Friesen das Sackhüpfen beibrachte“ laden die Kurrenden des Kirchspieles Glashütte unter Leitung von Kantorin Almut Reichel für 17 Uhr in die Kirche Reinhardtsgrimma ein. Es ist eine musikalische Kindergeschichte, in der die Besucher Tiere mit ihren verschiedenen Charakteren kennen lernen: die langweilig-gemütliche Schnecke, das geschäftige Eichhörnchen und als Hauptfigur das Wandermäuschen François mit einer Idee. Text und Musik steuern Dagmar-Grössler-Roman und Ralf Grössler bei. Der Eintritt ist frei.

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Schloss entstand nach Siebenjährigem Krieg

Unübersehbar ist natürlich das im ländlichen Barockstil gehaltene Schloss. Es entstand unmittelbar nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges. Es beherbergt heute eine staatliche Fortbildungsstätte für Bedienstete der Agrarwirtschaft des Freistaates. Hoch gelobt werden sowohl das Ambiente wie auch die Akustik des Festsaales. Im Festsaal finden regelmäßig Schlosskonzerte statt. Das nächste Konzert ist nach einer längeren Sommer- und Herbstpause allerdings erst am 21. November. Im Schloss erwartet Sonnabend wie Sonntag bei freiem Eintritt von 11 bis 16 Uhr eine „Naturen“ benannte Ausstellung des Dresdners Olaf Amberg mit Malerei und Grafik die interessierten Besucher.

Am Sonntag kommt es, bei ebenfalls freiem Eintritt, im Großen Saal des Erbgerichts zu einem Treffen der Chöre aus Bad Gottleuba, Johnsbach und Reinhardtsgrimma. Während des Chorsingens werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Ebenfalls am Sonntag kann 17 Uhr in der sehr schönen Kirche ein Konzert auf der berühmten Silbermann-Orgel besucht werden. Lucas Pohle aus Crostau spielt Werke von J. S. Bach und F. Mendelsson-Bartholdy. Die Orgel entstand als 21. Werk Silbermanns, gilt als eine seiner schönsten, sie wurde am 6. Januar 1731 geweiht. Auch der Dresdner Kreuzorganist Herbert Collum schätzte das „kleine Wunder der Orgelbaukunst.“ Der Eintritt beträgt für das Orgelkonzert 7 Euro.

Pilzmuseum lädt zum Streifzug ein

Einen Streifzug durch die Welt der Pilze können die Besucher an beiden Tagen jeweils zwischen 10 und 17 Uhr im Pilzmuseum unternehmen. Auch das Pilzmuseum hat seinen ständigen Standort im Erbgericht gefunden. Hier sind durch Erwachsene 3 Euro, für Kinder (6-14 Jahre) 1,50 Euro Eintritt zu zahlen.

Video der Dippser StattZeitung über das Pilzmuseum:
 

Unbedingt lohnenswert ist ein Spaziergang durch den Schlosspark. Seine heutige Gestaltung und Ausdehnung über ca. 35 000 Quadratmeter erhielt er 1891 durch Max Bertram. Sein Ziel war die Schaffung landschaftlich schöner Bilder. Dass ist ihm dies gelungen ist, davon können wir uns überzeugen.

Märchenwiese für die Kinder

Der Park kann als Ausgangspunkt für reizvolle, gut ausgeschilderte Wanderungen bzw. Spaziergänge rund um Reinhardtsgrimma gewählt werden. Durch schattige Waldlagen wird auch die Märchenwiese erreicht. Hier können die Kinder spielend die ihnen von Grimms Märchenbuch bestens vertrauten Gestalten suchen und entdecken. An der Märchenwiese befinden sich sowohl ein kleiner Parkplatz wie auch eine öffentliche Bushaltestelle.

Autor: Peter Weckbrodt

-> Kulturwochenende Reinhardtsgrimma, 20. und 21. Juni 2015, jeweils  11-16 Uhr

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[caption id="attachment_67607" align="alignleft" width="117"]Peter Weckbrodt. Foto: IW Peter Weckbrodt. Foto: IW[/caption]Peter Weckbrodt hat ursprünglich Verkehrswissenschaften studiert, wohnt in Dresden und ist seit dem Rentenantritt journalistisch als freier Mitarbeiter für den Oiger und die Dresdner Neuesten Nachrichten tätig.