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Sächsische Luftfahrt Zulieferer hoffen auf Aufträge in Paris

Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: Airbus

Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: Airbus

Paris/Dresden, 14. Juni 2015. Luftfahrt-Spezialzulieferer aus dem Raum Dresden hoffen auf neue Aufträge auf der „Paris Air Show“ (15. bis 21. Juni 2015 in Paris), die morgen in Frankreich eröffnet wird. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat einen Gemeinschaftsstand auf der Messe aufgebaut, an dem sich die Unternehmen vor Airbus & Co. präsentieren wollen. „Die sächsischen Aussteller haben sich längst in der Branche einen Namen gemacht“, schätzte WFS- Geschäftsführer Peter Nothnagel ein. „Gerade als innovative Zulieferer sind sie bei den Weltmarktführern gefragt.“

Nothnagel verwies auf Beispiele wie das Sensor-Unternehmen ADZ NAGANO aus Ottendorf-Okrilla, dessen Druck- und Temperaturtransmitter zum Beispiel in Start- und Landeklappen, im Treibstoffmanagement und Klimatechnik von Airbus und anderen Kunden eingesetzt werden. Das 1998 in Dresden gegründet und inzwischen nach Ottendorf-Okrilla umgezogene Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.

Ein Mitarbeiter prüft die Kohlefaserbeschichtung eines Kegels. Foto: Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: East-4D

Ein Mitarbeiter prüft die Kohlefaserbeschichtung eines Kegels. Foto: Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: East-4D

Ebenfalls einen guten Namen in der Branche habe sich die Dresdner Firma „EAST-4D Carbon Technology“ gemacht: Die Ausgründung aus der TU Dresden hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Bauteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) spezialisiert. Diese Bauteile sind besonders leicht und tragen damit dazu bei, den Kerosin-Verbrauch von Flugzeugen zu dämpfen. So produzieren die Dresdner beispielsweise für den Airbus A350 XWB die „Nasenspitze“ (Triebwerkseinlaufkegel) des Triebwerks, teilte die Wirtschaftsförderung mit.

Auch das Prüfunternehmen IMA aus Dresden wird auf der Paris Air Show präsent sein und dort zum Beispiel einen neuen Fahrwerk-Fallturm vorstellen, der den Aufschlag von Geschäftsflugzeugen simulieren soll.