Forschung, News

Rohstoff-Forschungszentrum „GERRI“ entsteht in Freiberg

Freiberger Forscher - hier an einem Zerkleinerungs-Versuchsstand - arbeiten schon seit langem an Ressourcen-Technologien. Nun sollen sie die Arbeit mehrerer Institute in der Rohstoffforschung koordinieren. Foto:  TU Bergakademie Freiberg, Detlev Müller

Freiberger Forscher – hier an einem Zerkleinerungs-Versuchsstand – arbeiten schon seit langem an Ressourcen-Technologien. Nun sollen sie die Arbeit mehrerer Institute in der Rohstoffforschung koordinieren. Foto: TU Bergakademie Freiberg, Detlev Müller

Bund fördert Verbund mit einer Million Euro

Freiberg, 26. Mai 2015. Fünf Institute wollen ihre Rohstoff-Forschungen in einer gemeinsamen Zentrale im sächsischen Freiberg bündeln. Das teilten die Bergakademie Freiberg und das „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) heute mit. Entstehen soll ein „German Resource Research Institute“ (GERRI). Die Projektpartner wollen dort Forschungsansätze koordinieren, die darauf zielen, strategisch wichtige Werkstoffe für die deutsche Wirtschaft zu erschließen und zurückzugewinnen. Das Bundesforschungsministerium fördert den Verbund mit einer knappen Million Euro in den nächsten fünf Jahren.

Virtuelles Institut koordiniert Forschung an strategischen Werkstoffen

Beteiligt sind das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg (das HIF ist eine Außenstelle des HZDR), die TU Bergakademie Freiberg, die RWTH Aachen, die TU Clausthal und die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS vom Fraunhofer ISC. Die Federführung übernehmen die Freiberger. Geplant sei ein virtuelles Zentrum, das die wichtigen deutschen Rohstoff-Forschungsstandorte miteinander vernetzen und den deutschen Rohstoffsektor im internationalen Umfeld stärken soll, erklärte GERRI-Koordinator Philipp Büttner vom HIF auf Oiger-Anfrage. Die Partner wollen dort gemeinsam nach innovative Lösungen für Herausforderungen im Rohstoffsektor suchen und in Zusammenarbeit mit der Industrie bis zur Umsetzung entwickeln.

Im Fokus dieser Bemühungen stehen dabei nicht Energieträger, sondern vor allem Werkstoffe, die für die deutsche Hightech-Industrie wichtig sind, beispielsweise Germanium, Tantal, Lithium oder Seltene Erden. hw