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Jeder Zweite würde mit Automatenzug fahren

Abb.: hw

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Berlin, 26. Mai 2015. Angesichts der anhaltenden Lokführerstreiks steigt anscheinend die Bereitschaft der Deutschen, sich auch automatisch fahrenden Zügen anzuvertrauen: Mittlerweile würde jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren solche Automatenzüge ohne Lokführer benutzen, geht aus einer Aris-Umfrage hervor, die im Auftrag des Digitalverbandes „Bitkom“ aus Berlin zustande gekommen war.

„Die Mobilität der Zukunft gehört selbstfahrenden Verkehrsmitteln – auf der Schiene ebenso wie auf der Straße“, schätzte Bitkom- Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder ein. „Systeme zur automatischen Fahr- und Bremssteuerung sind bereits jetzt weit ausgereift. Eingebunden in intelligente Verkehrsnetze, die dem Fahrgast beispielsweise die optimale Verbindung in Echtzeit anzeigen, werden sich Störungen und Verspätungen dadurch deutlich reduzieren lassen.“

Obwohl automatisch gesteuerte Züge bereits seit Jahrzehnten prinzipiell möglich sind, haben sie sich weltweit bisher nur punktuell durchgesetzt. Im Linienverkehr werden Automatenzüge heute beispielsweise stellenweise in Frankreich, Singapur und Kanada eingesetzt. In Deutschland entwickelt u.a. Siemens solche Steuersysteme. Auch für Autos gibt es inzwischen mehr und mehrs Versuche, sie auf automatische Steuerung umzustellen. Daran experimentieren beispielsweise Google, Audi und Tesla. Zumindest automatische Assistenzsysteme sind inzwischen auch bereits im Praxiseinsatz.

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Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.