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PowerDVD 15: Bluray-Abspiel-Software in neuer Version

Auch Videos bzw. Filme in etwas schwachbrüstiger Bildqualität lassen sich mit PowerDVD beim Abspiel in Echtzeit aufmotzen. Abb.: Cyberlink

Auch Videos bzw. Filme in etwas schwachbrüstiger Bildqualität lassen sich mit PowerDVD beim Abspiel in Echtzeit aufmotzen. Abb.: Cyberlink

Wer DVDs auf dem PC anschauen will, kann dies – je nach Betriebssystem – heute in aller Regel schon mit Bordmitteln oder kostenlosen Zusatzprogrammen tun. Sind Blurays abzuspielen, wird’s schon schwieriger, von 3D-Filmen oder anderen neueren Formaten einmal ganz abgesehen. Auf diese Lücke hat sich Cyberlink mit seiner Abspiel-Software „PowerDVD“ spezialisiert, die inzwischen in Version 15 erschienen ist.

Unterstützung für hohe Bildraten und 4K

Die nämlich spielt beispielsweise auch Videos mit hohen Bildraten (High Frame Rates, HFR) mit bis zu 240 Bildern je Sekunde ab, wie sie neuer iPhones und Action-Kameras aufnehmen. PowerDVD kommt aber auch mit 4K-Filmen in Kino-Qualität klar, ohne den PC zu überhitzen, indem Sonderbefehle der Prozessoren in der Grafikkarte ausgenutzt werden. In unseren Praxistests fraß das Bluray-Abspiel mit PowerDVD in der Regel 7 bis 8 Prozent der Hauptprozessor-Leistung, kam selbst bei schnellen Action-Sequenzen kaum über 10 % hinaus – ein guter Wert.

Auch lassen sich jetzt Abbilder (ISO-Dateien) von DVDs und Blurays abspielen. Als neue Funktion hinzugekommen ist auch die Option, Audio-CDs (u.a. als MP3) auszurippen – was allerdings auch mit vielen anderen Programmen möglich ist.

Der Vorteil von PowerDVD ist vor allem die Vielzahl von Multimedia-Funktionen, die das Programm inzwischen unter einer Haube vereinigt hat. Dazu gehören neben dem Abspiel von DVDs, Blurays, 3D-Blurays und Videodateien in auch anspruchsvollen Bild- und Ton-Formaten beispielsweise eine direkte Integration der Internet-Streamingdienste Youtube und Vimeo, Musik-Player und eine Foto-Bibliothek sowie die Möglichkeit, all dies über eine Gratis-App via Smartphone-Fernbedienung zu steuern.

In PowerDVD kann man auch Youtube- und Vimeo-Streaming-Videos ansehen und wie in einer Bibliothek verwalten. Abb.: Cyberlink

In PowerDVD kann man auch Youtube- und Vimeo-Streaming-Videos ansehen und wie in einer Bibliothek verwalten. Abb.: Cyberlink

Kopierschutz nervt

Schon kritischer zu beurteilen ist das Rechtemanagement. Auf der einen Seite hat man mit PowerDVD und dessen (kostenlose) Updates eine größere Gewähr als bei älteren Bluray-Heimelektronikgeräten, dass auch neueste Blurays abgespielt werden können. Auf der anderen Seite denken sich die Filmstudios auch immer neue nervtötende Schutz-Updates aus, die oft dazu führen, dass man erst mal eine Weile herumtüfteln muss, bis die Videos nach solch einer Aktualisierung überhaupt wieder abgespielt werden.

Beim Umstieg auf PowerDVD 15 trat eben dieses Problem auf unserem Testsystem gleich nach der Installation auf. Was die Vorgängerversion eben noch klaglos an Blurays abgespielt hatte, weigerte sich PowerDVD 15 abzuspielen mit der Behauptung, das System sei dafür nicht geeignet. Nach einiger Probiererei haben wir dann die Lösung gefunden: An dem Multimedia-Test-PC war ein Zweitmonitor mittels VGA-Kabel angeschlossen, dass (weil ohne Kopierschutz-Unterstützung) als regelwidrig eingestuft wurde. Dieses Kabel musste zunächst abgestöpselt, eine erste Bluray (dann anstandslos) angespielt werden, danach war PowerDVD zufrieden – und man kann das VGA-Kabel danach auch wieder problemlos anstecken.

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Fazit: viele Multimedia-Funktionen unter einer Haube

Es sind zwar keine revolutionären Neuerungen, die Cyberlink in seine neue PowerDVD-Version hat einfließen lassen. Aber da sich die Video- bzw- Heimkino-Formate ständig weiterentwickeln, hat man mit der neuesten Programm-Version immer noch die besten Chancen, auch neueste Blurays und 3D-Blurays richtig zum Abspiel zu bringen, inklusive Kino-Sound, soweit verfügbar. Zudem eignet sich PowerDVD auch als Multimedia-Zentrale, da es Filme, Musik, Fotos, Youtube & Co. in einer Software vereint und per App und Smartphone auch fernbedient werden kann. Dafür gibt es zwar auch alternative Lösungen, aber wenn der PC daheim die Media-Zentrale sein soll, ist PowerDVD sicher nicht die schlechteste Wahl als Verwalter. Den nervigen Kopierschutz-Hickhack muss man dann eben hinnehmen. Autor: Heiko Weckbrodt

„PowerDVD 15“ (Cyberlink), Multimedia-Abspielprogramm mit Schwerpunkt auf DVDs und Blurays, je nach Version 45 bis 90 Euro