Wirtschaft

Dresdner entwickeln flache 3D-Bildschirme auf Laser-Basis

Die nanobeschichteten Scheiben sollen künftig quadratmetergroße und sehr flache 3D-Bildschirme ermöglichen. Foto: Jürgen Lösel, Fraunhofer FEP Dresden

Die nanobeschichteten Scheiben sollen künftig quadratmetergroße und sehr flache 3D-Bildschirme ermöglichen. Foto: Jürgen Lösel, Fraunhofer FEP Dresden

Neue Nanoschicht-Scheiben projizieren Holobilder ganz ohne 3D-Brille

Dresden, 11. Mai 2015: Dresdner Ingenieure arbeiten an flachen Laser-Bildschirmen, die holografische Bilder, Filme und Spiele ganz ohne 3D-Brillen darstellen können. Die Basis-Technologie dafür wurde zwar bereits Mitte der 1990er Jahre an der TU Dresden erforscht und wird nun in der Firma „SeeReal Technologie“ weiterentwickelt. Ein Problem war aber bisher, die dünnen Laserstrahlen, die die 3D-Bilder erzeugen, ohne sperrige Linsensysteme so zu vergrößern, dass sie auch Großbildschirme ausleuchten können. Dafür hat das „Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) in Dresden nun aber eine Lösung gefunden: Die Forscher haben Glasscheiben mit reflexionsarmen Nano-Schichten versehen, die den Laserstrahl auffächern, ohne das Licht dabei zu verschlucken.

Video (Englisch):

Fraunhofer hält quadratmetergroße Holo-Displays für möglich

Bisher ist es mit dieser Technik schon gelungen, funktionierende 3D-Bildschirmscheiben im Format eines A3-Blattes zu beschichten. Auch größere Bildschirme sollen mit der Technologie möglich sein. „Perspektivisches Ziel ist es, deutlich größere Displays im Quadratmeterbereich mit gleicher Präzision zu fertigen“, teilte das FEP mit. Die Dresdner Ingenieure wollen die innovative Holo-Bildschirm-Technologie nun auf der Fachmesse „SID Display Week 2015“ (2.-4. Juni 2015) in Kalifornien vorstellen.

Eines der früheren 3D-Displays von SeeReal. Foto: SeeReal

Eines der früheren 3D-Displays von SeeReal. Foto: SeeReal

SeeReal hat bereits eine wechselvolle Unternehmens-Geschichte hinter sich: Ursprünglich vom TU-Wissenschaftler Dr. Armin Schwerdtner als „Dresden 3D“ gegründet, firmierte die Firma später als „LK“, „i2i GmbH“ und ab 2002 als „SeeReal Technologies GmbH“. Die 3D-Darstellung von SeeReal projiziert dreidimensionale Bilder direkt vor das Auge des Betrachters und verwendet dafür Kameras, die auswerten, wo sich der Zuschauer gerade befindet („Eye Tracking“-Verfahren). Autor: Heiko Weckbrodt

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