Wirtschaft

15.000 Vorbestellungen für Smartphone-Minikraftwerk aus Dresden

Das "Kraftwerk" auf Brennstoffzellen-Basis lädt ein Smartphone wieder auf. Foto. eZelleron

Das „Kraftwerk“ auf Brennstoffzellen-Basis lädt ein Smartphone wieder auf. Foto. eZelleron

Brennstoffzelle für die Hosentasche von eZelleron international gefragt

Dresden, 5. Mai 2015: Das Brennstoffzellen-Minikraftwerk von eZelleron Dresden ist schon vor dem offiziellen Verkaufsstart ein Renner: Bisher seien über 15.000 Vorbestellungen aus 92 Ländern für den zigarettenschachtel-großen Energie-Erzeuger eingegangen, teilte das Unternehmen heute mit. Dies entspricht einem Auftragsvolumen von rund 2,2 Millionen Dollar (zwei Millionen Euro). „Die Zahl der Vorbestellungen zeigt, dass der Bedarf an einem mobilen, kleinen und immer einsatzfähigen Stromerzeugungsgerät riesig ist“, kommentierte eZelleron-Gründer Sascha Kühn.

Werbevideo (eZelleron, Englisch)

Konzept: Mit einer Gas-Kartusche Smartphone 22 Mal aufladen

Viele Vorbestellungen seien aus Europa und Nordamerika eingegangen. Es habe aber zum Beispiel auch Orders aus Oman, Peru, Panama, Namibia, Brunei und Kasachstan gegeben. Das Mini-Kraftwerk auf Basis von Hochtemperatur-Brennstoffzellen soll etwa 150 Dollar kosten. Es ist vor allem dazu gedacht, über eine USB-Buchse Smartphones (Computertelefone) wieder aufzuladen. Energieträger ist Camping- bzw. Feuerzeug-Gas. Eine Kartusche soll reichen, um ein zum Beispiel ein iPhone etwa 22 Mal aufzuladen.

Das ist erst der Anfang: eZelleron-Chef Sascha Kühn zeigt eines der Mini-Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis, durch das man mit einer Feuerzeuggas-Kartusche ein smartphone 22 Mal aufladen kann. Entwickeln will er nun aber auch 100-Kilowatt-Brennstoffzellen für Autoantriebe. Foto: Heiko Weckbrodt

eZelleron-Chef Sascha Kühn zeigt eines der Mini-Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis. Foto: Heiko Weckbrodt

Serienproduktion startet am Jahresende

Die Serienproduktion soll Ende 2015 in einer ehemaligen Spinnerei und späterem Halbleiterwerk in Dresden-Dobritz beginnen. Derzeit montieren die 25 eZelleron-Mitarbeiter dort noch Prototypen in Einzelanfertigung bzw. sind mit der Weiterentwicklung der Technologie beschäftigt. Sascha Kühn hat bereits größere, leistungsfähigere Modelle im Format von Thermoskannen und im Autobatterie-Format angekündigt. Später soll ein Primär-Brennstoffzellen-Antrieb für Autos folgen. hw

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