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Studie: Energiewende schafft netto 18.000 neue Jobs pro Jahr

Kein Rückenwind mehr: Das Geschäft mit Windturbinen lahmt. Foto: VEM

Foto: VEM

Heute „Tag der erneuerbaren Energien“

Berlin, 25. April 2015: Zum heutigen „Tag der Erneuerbaren Energien“ hat sich Präsident Hermann Albers vom „Bundesverband Windenergie“ (BWE) optimistisch über die Energiewende geäußert. Er verwies auf eine vom Verband beauftragte DIW-Studie, laut der der Ausstieg Deutschlands aus Kernkraft und Kohle und die Hinwendung zu Windenergie. Solartechnik und anderen „erneuerbaren Energien“ bis 2020 jährlich netto rund 18.000 neue Jobs in der Bundesrepublik schafft.

Verbands-Präsident: Windkraft ist Leistungsträger der Energiewende

Brutto hat sich laut der Studie die Beschäftigtenzahl im Sektor der „Erneuerbaren“ zwischen den Jahren 2004 und 2013 auf etwa 371.000 Mitarbeiter verdoppelt. Ziehe man den durch die Energiewende beeinflussten Jobabbau in anderen Branchen (Kohlebergbau, klassische Kraftwerke, Kernkraft etc.) ab und projiziere die Entwicklung bis zum Jahr 2020 weiter, bleibe der erwähnte positive Beschäftigungseffekt per Saldo. „Die Erneuerbaren rücken in den kommenden Jahren in den Mittelpunkt der Energiewirtschaft“, schätzte Hermann Albers ein. „Beim Strom sichern wir bereits fast 30 Prozent des Bedarfes. Die Windenergie ist dabei mit gut 10 Prozent der preiswerte Leistungsträger der Energiewende.“

Der energiemix in Deutschland 2014. Grafik: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Der Energiemix in Deutschland 2014. Grafik: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

43 % der deutschen Stromerzeugung durch Kohle, 26 % durch „Erneuerbare“

Laut aktuellen Statistiken (Stand: 2014, siehe auch hier) hängt etwa ein Viertel der Stromerzeugung in Deutschland derzeit an der Braunkohle, weitere 18 % an der Steinkohle, 16 % an der Kernkraft, 15 % an Erdgas und -Öl und etwa 26 % an den „Erneuerbaren Energien“. Darunter haben Windkraftparks mit 9,1 % den größten Anteil, gefolgt von Biomasse-Verwertung (7 %), Solarenergie (5,7 %) und Wasserkraft (3,3 %). hw

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