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PC-Markt schwach: Intel-Umsatz stagniert

Der Core i7 3960x EE sitzt auf dem neuen LGA-2011-Sockel. Abb.: Intel

Abb.: Intel

Santa Clara, 15. April 2015: Der wieder schwächelnde PC-Markt hat sich nun erwartungsgemäß auch auf Intel ausgewirkt: Der Umsatz des weltweit größten Halbleiterkonzerns aus Santa Clara stagnierte im ersten Quartal 2015 bei 12,8 Milliarden Dollar (12,1 Milliarden Euro) im Vergleich zum 1. Quartal 2014. Immerhin hat sich Intels Nettogewinn um 3 % auf zwei Milliarden Dollar (1,89 Mrd. €) erhöht. Das geht aus dem heute veröffentlichen Quartalsbericht hervor. Intel-Chef rechnet damit, dass sich die Stagnation das ganze Jahr über fortsetzen wird.

Nachfrage für SSDs und Rechenzentrum-Chips wirkte ausgleichend

Verantwortlich für die schwachen Ergebnisse waren von allem der schlechte Absatz (-16 %) von klassischen Prozessoren für PCs. Die Lage hätte sich für den US-Konzern noch ungünstiger entwickelt, wenn nicht die Nachfrage für Intels Chipfestplatten (SSDs) und Rechenzentrum-Prozessoren angezogen hätte. Letzteres dürfte wohl auch durch den Cloud-Boom zustande gekommen sein.

All dies gilt allerdings nur im Jahresvergleich: Relativ zum traditionell umsatzstarken letzten Jahresquartal gingen die Umsätze nämlich in allen Segmenten zurück. Die schwache Geschäftsentwicklung beim Branchen-Marktführer könnte jedenfalls ein Indikator für einen nahenden Abschwung in der Halbleiter-Branche sein. hw