Dresden-Lokales

CDU-Ulbig will Pegida-Institut an TU Dresden

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD, Eckold

OB-Kandidat plädiert zudem für Wohnungsbau auf dem Uni-Campus

Markus Ulbig. Foto: CDU

Markus Ulbig. Foto: CDU

Dresden, 15. April 2015. Der christdemokratische Kandidat Markus Ulbig will Wissenschaft zur Chefsache machen, wenn er als Oberbürgermeister gewählt wird. Das hat der Politiker heute auf einer von der CDU organisierten Diskussionsveranstaltung über den „Wissenschaftsstandort Dresden“ im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in der sächsischen Landeshauptstadt angekündigt. Er sprach sich in diesem Zusammenhang einerseits für eine Art Pegida-Institut an der TU Dresden aus, andererseits für Wohnungsbau auf dem Hauptcampus der Uni. Er könne sich 500 bis 1000 neue Wohnungen dort vorstellen.

Diese Wohnungen könne man dann Studenten und für Mitarbeiter der TU anbieten, sagte Ulbig auf Nachfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Aline Fiedler. Ob diese Campus-Wohnungen durch die Kommune oder durch private Investoren entstehen sollen, ließ er offen. Seit der Bekanntgabe seiner OB-Kandidatur hat sich der sächsische Innenminister Ulbig jedenfalls als großer Fan von kommunalen Wohnungsbau in Dresden entpuppt.

Neues geisteswissenschaftliches Institut soll Pegida-Hintergründe erforschen

Außerdem plädierte Ulbig dafür, die Gründung eines neuen geisteswissenschaftlichen An-Instituts an der TU Dresden zu prüfen. Er stellte diesen Vorschlag ausdrücklich in den Kontext der asylkritischen Pegida-Demonstrationen in Dresden, die offensichtlich einigen Widerhall in Teilen der Dresdner Stadtgesellschaft fanden. Die Hinter- und Zusammenhänge könne solch ein Institut dann jenseits aller Mutmaßungen eruieren und insbesonder erforschen, warum Pegida gerade in der Dresdner Bürgerschaft so viel Rückhalt fand.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Foto: BMBF

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Foto: BMBF

Bundesministerin Wanka: Dresden ist stigmatisiert

Zuvor hatte Bundes-Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) in der selben Veranstaltung die anwesenden Wirtschafts- und Forschungsvertreter davor gewarnt, die negative Außenwirkung der Pegida-Demos für den internationalen Ruf der Stadt zu unterschätzen. „Dresden ist im Moment stigmatisiert“, sagte sie. „Die Pegida-Demonstrationen sind für den Wissenschaftsstandort Dresden schädlich – mehr, als es Ihnen hier vielleicht bewusst ist.“ Autor: Heiko Weckbrodt

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