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Telekom: Krankenhäuser hinken Digitalisierung um 10 Jahre hinterher

Mit Tablettrechner können Ärzte den Patienten am Krankenbett deren gesundheitliche Lage und Therapieideen besser erläutern, wirbt die Telekom für ihre Telemedizin-Lösungen. Foto: Deutsche Telekom

Mit Tablettrechner können Ärzte den Patienten am Krankenbett deren gesundheitliche Lage und Therapieideen besser erläutern, wirbt die Telekom für ihre Telemedizin-Lösungen. Foto: Deutsche Telekom

Bonn, 7. April 2015: Das deutsche Gesundheitssystem hinkt der Digitalisierung in der Autoindustrie um mindestens zehn Jahre hinterher. Das hat Telekom-Manager Axel Wehmeier eingeschätzt. Dies liege einerseits an gesetzlichen Restriktionen in einigen Bundesländern, die zum Beispiel die Ablage von Patientendaten in entfernten Cloud-Rechenzentren einschränken, zum anderen auch an den eher kleinen und mittelständisch geprägten betriebswirtschaftlichen Strukturen vieler Krankenhäuser.

Diese Einschätzung spricht die Telekom freilich nicht ohne Hintergedanken aus, will der Telekommunikationskonzern doch selbst gern Geld mit Telemedizin und ähnlichen Trends verdienen. So hat das Unternehmen inzwischen laut eigenen Angaben inzwischen 35 Kliniken mit über 3000 Ärzten an ihr „iMedOne Mobile“-System angeschlossen, das es Ärzten erlaubt, mit Tablets am Krankenbett zu arbeiten. Unser iMedOne Mobile entwickelt sich zum Kassenschlager“, betonte Wehmeier. So hätten erst in jüngster Zeit beispielsweise die Helios-Parkklinik Leipzig und das Klinikum Itzehoe iMedOne bestellt. hw