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Roboter macht in Freiberg untertage die Drecksarbeit

Der Innok Heros auf dem Weg ins Bergwerk. Foto: Innok Robotics

Der Innok Heros auf dem Weg ins Bergwerk. Foto: Innok Robotics

 

Freiberg, 9. März 2015: Die Bergakademie Freiberg setzt künftig einen besonders robusten rollenden Roboter untertage ein. Der stählerne Bergmann namens „Innok Heros“ soll in bis zu 150 Metern Tiefe eine 3D-Computerkarte des universitären Forschungs- und Lehrbergwerks erstellen.

Schutzschicht gegen Säure

Der etwa einen Meter lange Rollroboter wurde von der jungen Firma „Innok Robotics“ aus Münchsried bei Regensburg extra so entwickelt, dass er mit Nässe und Säure untertage zurechtkommen soll. „Wenn die Bedingungen zu extrem und gefährlich werden, werden Roboter irgendwann alles übernehmen und anstelle der Menschen dort unten arbeiten“, zeigte sich der Leiter des Forschungsprojekts „Mining-RoX“, Prof. Bernhard Jung vom Institut für Informatik der TU Bergakademie Freiberg, überzeugt. Dafür bekam der „Innok Heros“ beispielsweise eine besondere Schutzschicht, die verhindern soll, dass sich Säure, die sich tief unten im Bergwerk oft bildet, nicht in das Innere des Roboters gelangt. Auch hat er Sensoren, um Hindernisse auszuweichen, und vier insgesamt 1,6 Kilowatt starke Antriebsmotoren, um Steigungen und Gleise im Bergwerk überwinden zu können.

Roboter soll beim Untertagewetterbericht helfen

Der Roboter soll nicht nur eine 3D-Karte des Bergwerks erstellen, sondern auch die Umgebungsbedingungen untertage vermessen. Seine Ergebnisse sollen den Forschern letztlich helfen, zum Beispiel gefährliche Untertagewetter vorauszusagen, die für menschliche Bergleute gefährlich werden könnten. Autor: Heiko Weckbrodt