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Dresdner ePapier-Fabrik darf „Plastic Logic“-Patente weiter nutzen

Die Dresdner Fabrik von Plastic Logic. Abb.: hw

Die Dresdner Fabrik von Plastic Logic. Abb.: hw

Sächsisches Werk schließt Lizenzverträge mit abgespaltener Firma „FlexEnable“

Dresden/Cambridge. Die Kunststoffbildschirm-Fabrik von „Plastic Logic“ (PL) in Dresden darf auch nach der Aufspaltung des Unternehmens in eine deutsche Produktionsfirma („Plastic Logic Germany“, Dresden) und ein englisches Entwicklungs-Unternehmen („FlexEnable“, Cambridge) die britischen Technologien und Patente weiter verwenden. „Wir haben exklusive Lizenzverträge, um diese Technologien weiter zu nutzen“, versicherte die Dresdner PL-Sprecherin Rachel Trovarelli.

Belegschaft in Dresden inzwischen halbiert

Blick ins Plastic-Logioc-Labor. Foto: Plastic Logic

Blick ins Plastic-Logioc-Labor. Foto: Plastic Logic

„Plastic Logic“ wurde ursprünglich im Jahr 2000 durch Forscher der britischen Universität Cambridge gegründet. 2007/08 errichteten die Engländer mit staatlichen Beihilfen eine Fabrik für elektronisches Papier – auch „elektrophoretische Displays“ (EPD) genannt – auf Basis von Kunststoffelektronik. Zeitweise beschäftigte das Unternehmen bis zu 200 Mitarbeiter in Dresden. Als die ursprünglichen Geschäftskonzepte scheiterten, profilierte sich PL zum Display-Zulieferer für Endprodukte von Partnerunternehmen um. Inzwischen hat PL in Dresden nur noch rund 100 Mitarbeiter. Mehrheitseigner der nun gegründeten „Plastic Logic Germany“ ist „RUSNANO“; ein russischer Staatsfonds für strategische Technologie-Investitionen. Der ursprüngliche PL-Kern in Cambridge firmiert jetzt als „FlexEnable“ und konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der Kunststoffelektronik-Technologie und deren Einsatz bei Kooperationspartnern.

Mit dieser Aufspaltung wolle man sich mehr fokussieren, damit der Spagat zwischen Technologie-Entwicklung und Display-Produktion besser gelinge, erklärte Rachel Trovarelli. Autor: Heiko Weckbrodt

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