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Alien-Sucher warnen vor aktiver Kontaktaufnahme

Ob uns eventuell existierende Außerirdische wohl wohl oder feindlich gesonnen sind? Hier ein Alien aus der TV-Serie "Stargate" - dort gehörten die "Asgards" zu den lieben Aliens. Foto: MGM

Ob uns eventuell existierende Außerirdische wohl oder feindlich gesonnen sind? Hier ein Alien aus der TV-Serie „Stargate“ – dort gehörten die „Asgards“ zu den lieben Aliens. Foto: MGM

SETI-Freiwillige: Vielleicht ist E.T. ja feindlich gesinnt

Erde, 12. Februar 2015: Seit 16 Jahren durchsucht ein Netzwerk Freiwilliger das All nach außerirdischen Funksignalen. Bisher hatte das Projekt „SETI@home“ allerdings keine Erfolge bei der „Suche nach extraterrestrischen Intelligenzien“ (SETI). Daher mehren sich inzwischen die Stimmen, das Wellengewirr aus dem Kosmos nicht mehr nur passiv nach intelligenten Mustern zu durchsuchen, sondern auch aktiv mit Großantennen Grußbotschaften an „E.T.“ & Co. auszustrahlen. Doch davor hat das „SETI@home“-Kollektiv nun gewarnt: Die Reaktionen einer außerirdischen Spezies au Botschaften der Erde könnten nicht kalkuliert werden, betonten die SETI-Aktivisten. „Es ist unmöglich vorauszusagen, ob eine extraterrestrische Intelligenz freundlich oder feindlich gesinnt ist.“

Internationale Debatte gefordert

Zudem müssten solche aktiven Versuche einer Kontaktaufnahme von der ganzen Erdbevölkerung entschieden werden und nicht einigen wenigen staatlichen oder kommerziellen Institutionen, die Zugriff auf geeignete starke Funktechnik haben, erklärten die SETI-Freiwilligen. Sie forderten eine internationale Debatte über dieses Thema.

Außerirdisches Leben durchaus vorstellbar

Die Suche nach Aliens mag zwar mancher als Sci-Fi-Spinnerei abtun. Doch dass es Leben außerhalb der Erde, möglicherweise sogar außerirdische Zivilisationen gibt, gilt inzwischen nicht mehr so unwahrscheinlich wie noch vor Jahrzehnten. Denn einerseits haben Sonden und Planetenmobile von der Erde auf dem Mars Indizien dafür gefunden, dass es auf unserem Nachbarplaneten möglicherweise einmal organische Verbindungen gegeben haben könnte. Anderseits haben „Kepler“ und andere Weltraumteleskope inzwischen mehrere Planetensysteme außerdem unseres Sonnensystems identifiziert, auf denen Leben zumindest möglich sein könnte.

Logo von "SETI@Home".

Logo von „SETI@Home“.

Hunderttausende Alien-Fans helfen bei Suche

Bereits seit 1960 werden von Enthusiasten die Strahlen, die Radioteleskope aus dem All empfangen, mit Computerhilfe nach Signalen intelligenten Ursprungs durchforstet. Zunächst geschah dies durch Supercomputer im Zuge der „SETI“-Programme. 1999 initiierten Forscher aus Berkeley dann das Projekt „SETI@Home“, das dafür auch die Rechenkapazitäten von Heim-PCs vernetzt, die mehrere Hunderttausend Freiwillige rund um den Erdball zur Verfügung stellen. Bislang hat aber auch SETI@Home keine solchen Alien-Signale ausfindig machen können. Insofern gilt die Existenz außerirdischer Zivilisationen weiter als hochspekulativ. Autor: Heiko Weckbrodt

-> Wer bei der Alien-Suche mithelfen will, kann sich hier das Teilnahme-Computerprogramm herunterladen. Es stellt ungenutzte Rechenkraft des eigenen PCs für das „SETI@Home“-Projekt zur Verfügung

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