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Schwacher Euro hilft: Infineon mit 15 % mehr Umsatz

Blick in einen der Reinräume von Infineon Dresden. Foto: Infineon Dresden

Blick in einen der Reinräume von Infineon Dresden. Foto: Infineon Dresden

Auch Gewinn legt zu

Neubiberg, 29. Januar 2015: „Infineon“ wächst dank einer guten Nachfrage für Leistungshalbleiter, Sicherheits-Chips und des schwachen Euro recht kräftig: Im letzten Quartal des Jahres 2014 (im Infineon-Geschäftsjahr das 1. Quartal 2015) legte der Umsatz des deutschen Halbleiter-Konzern im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro zu, der Gewinn wuchs sogar um 56 Prozent auf 136 Millionen Euro. Noch nicht eingerechnet sind hier allerdings die Sondereffekte durch die Übernahme des US-Leistungschip-Herstellers „International Rectifier“.

Ploss: Es läuft besser als erwartet

Reinhard Ploss. Foto: Infineon

Reinhard Ploss. Foto: Infineon

„Umsatz und Marge haben sich im abgelaufenen Quartal insbesondere durch den starken Dollar besser entwickelt, als wir es erwartet haben“, betonte Konzernchef Reinhard Ploss in Neubiberg bei München. „Das zeigt: Infineon ist richtig aufgestellt, um auch mit Unsicherheiten in unseren Märkten umzugehen.“ Für das Gesamtjahr 2015 erwartet er einen Umsatzanstieg um etwa zwölf Prozent. Dabei helfen sollen die Kompetenzen der übernommenen „International Rectifier“ im Segment Leistungs-Halbleiter und der schwache Kurs des Euros zum Dollar, der die Infineon-Chips im Dollar-Raum de facto verbilligt.

Dresdner 200-mm-Werke voll ausgelastet

Auch die Dresdner Infineon-Chipwerke haben nach Einschätzung von Standort-Sprecherin Diana Heuer gut zu tun: „Wir sind voll ausgelastet“, betonte sie. Gemeint sind damit die zwei Werkmodule, die Chips auf 200 Millimeter großen Silizium-Scheiben (Wafer) herstellen.

300-mm-Werk wird eher langsam hochgefahren

Die Kapazitäten im neuen 300-mm-Werk, das auf Leistungs-Halbleiter spezialisiert ist, werden „planmäßig“ hochgefahren, sagte Heuer auf Anfrage. Allerdings ist es auch kein Geheimnis, dass dieses Werk auch vier Jahre nach der Übernahme des ehemaligen Qimonda-Reinraums immer noch erst zu einem kleinen Teil ausgelastet ist.

Rund 2000 Mitarbeiter am Standort Dresden

Insgesamt beschäftigt Infineon in Dresden rund 2000 Mitarbeiter. Seit das Unternehmen verstärkt auf Automatisierung und Roboter in den Chipfabriken setzt und das 300-mm-Werk aufzubauen begonnen hat, stagnieren die Job-Zahlen in Dresden weitgehend. Weltweit beschäftigt Infineon rund 29.800 Mitarbeiter. Autor: Heiko Weckbrodt

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