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Farbspektakel am Ernemannturm eröffnet „Lichtjahr“ in Dresden

Der Ernemannturmn der Technischen Sammlungen wird zum Leuchtturm. Grafik: TSD

Der Ernemannturmn der Technischen Sammlungen wird zum Leuchtturm. Grafik: TSD

Dresdner dürfen fortan Technikmuseum in Striesen auch selbst illuminieren

Dresden, 19. Januar 2015: Mit einem Lichtspektakel am Ernemannturm in Striesen hat heute Abend die Künstlergruppe „KAZOOSH!“ offiziell das „Lichtjahr 2015“ in Dresden eröffnet. Die Medienkunstinstallation „TALKING TOWER“ verwandelte dafür den höchsten Bau der Technischen Sammlungen Dresden (TSD) in einen buntschillernden Leuchtturm.

Die Lichtschau soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern das ganze Jahr über in den Abendstunden für farbenprächtig Show-Effekte in Striesen sorgen: „Über eine Webanwendung oder auch direkt im Museum können Farbe, Helligkeit und Leuchtdauer der 16 Turmfenster verändert werden“, teilten die Veranstalter mit. „Simulierte Regenbögen und Sonnenaufgänge, eine Leucht-Codierung des eigenen Geburtstags – vieles ist denkbar. Alle Dresdnerinnen und Dresdner sind eingeladen, zum Dresdner Lichtjahr ihre leuchtenden Botschaften über den Ernemannturm zu verschicken.“

Video von der Eröffnungs-Lichtshow in Dresden (hw):

Theater, Ausstellungen und viele andere Lichtspektakel geplant

Um das von der „Unesco“ ausgerufene internationale Jahr des Lichts in der sächsischen Landeshauptstadt angemessen zu inszenieren, haben sich Institute, Künstler, Kinos, Theater und ander Institutionen in Dresden zusammengetan. Die Koordination haben das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS), das „theater junge generation“ und die TSD übernommen. Sie planen unter anderem eine Lichtausstellung „Hi Lights!“ ab 20. Juni 2015 im Technikmuseum an der Junghansstraße, eine Theaterpremiere „Licht!“ (27. Juni, TSD), Fachsymposien, Vorträge, Shows und vieles mehr. Auch beginnt mit dem Sci-Fi-Klassiker Tron“ aus dem Jahr 1982 am 26. Januar 2015 im „Thalia“-Kino an der Görlitzer Straße eine Filmreihe „Lichtspiel“, die von der Indie-Videothek „Phase IV“ kuratiert wird.

Lange photonische Traditionen in Dresden

Foto: TSD

Foto: TSD

Mit dem aufwendigen Programm wollen die Organisatoren auch auf die langen Traditionen und auf die breiten Forschungsaktivitäten zum Thema „Licht“ in Dresden aufmerksam machen. So gehörte die TU Dresden zu den Laser-Pionieren in DDR-Zeiten. Auch beschäftigen sich zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen – wie etwa das TU-Institut für Angewandte Photophysik (IAPP), das IWS oder das Fraunhofer-Zentrum „Comedd“ – und Unternehmen wie Novaled, Heliatek, Tridonic oder Trinity mit Photonik und organischen Lichttechnologien und gehören in diesem Sektor zu den führenden Instituten in diesem Segment.

Autor: Heiko Weckbrodt

-> Das ausführliche Programm im Dresdner Lichtjahr ist hier zu finden

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