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Moderne Biologie ohne massiven Computereinsatz undenkbar

Bioinformatik-Nerd Dr. Florian Jug beantwortet morgen im "Science Café" in Dresden Fragen von Laien. Foto: MPI-CBG

Bioinformatik-Nerd Dr. Florian Jug beantwortet morgen im „Science Café“ in Dresden Fragen von Laien. Foto: MPI-CBG

Dresdner Planck-Nerds plaudern morgen im „Science Café” über Zusammenspiel von Biologie und Informatik

Dresden, 12. Januar 2015: Die meisten haben beim Stichwort „Biologie“ wohl vor allem zerkratzte Schulmikroskope und arme aufgeschnippelte Tierchen vor Augen. Im wissenschaftlichen Alltag ist dieses Fach indes längst zur Hightech-Disziplin mutiert: „Moderne Biologie ist ohne Computertechnik heute gar nicht mehr vorstellbar“, meint Katrin Boes vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG). Morgen Abend plaudern die Planck-Nerds (Computerauskenner) Dr. Michael Hiller und Dr. Florian Jug nun in einem „Science Café“ in der „Groove Station“ in der Dresdner Neustadt mit neugierigen Besuchern über eben dieses Zusammenspiel von Biologie und Informatik und beantworten zwanglos Fragen.

Von der Zelle zum Tier im Superrechner-Zeitraffer

Denn Supercomputer spielen in der Biologie eine wachsende Rolle. Die Sequenzierung von Erbgut beispielsweise ist nur rechnergestützt möglich. Auch setzen Biologen und Physiker im neuen „Zentrum für Systembiologie“ beim CBG gemeinsam auf Supercomputer, um die schier wunderbare Genese von kompletten Tieren aus einzelnen Zellen zu erforschen. Dabei fügen die Rechner Tausende oder gar Millionen von Mikroskop-Digitalfotos zu Video zusammen.

Video: So wächst ein Zebrafisch-Skelett (MPI-CBG / Myers-Lab):

Nerds erklären alles – wenn sie nur Espressi bekommen

Dr. Michael Hiller. Foto: MPI-CBG

Dr. Michael Hiller. Foto: MPI-CBG

Damit diese Trends in Biologie und Genetik keine Sache bleibt, die nur ultraspezialisierte Nerds verstehen, sondern auch die wissenschafts-affinen Normalsterblichen daran teilhaben können, richten die Dresdner Planck-Forscher bereits seit 2004 sogenannte „Science Cafés“ aus. Das Prinzip dabei: Plauderfreudige Experten halten nicht etwa stundenlange Vorträge, sondern setzen sich in einem Café mit Laien zusammen und beantworten Fragen quer durch den genetischen Gemüsegarten. Inzwischen haben auch die Dresdner TU-Physiker diese Veranstaltungsform von den Genetikern gelegentlich übernommen. „Wir waren mit diesem Format auch schon in der ,Scheune’ und im Hygienemuseum zu Gast, nun ist es die ,Groove Station’“, berichtete Sprecherin meint Katrin Boes. Die morgige Veranstaltung sei die Turbo-Variante der „Science Cafés“: zwei Experten, eine Stunde und dazu gibt’s Espressi und Snacks. Der Eintritt ist gratis. Autor: Heiko Weckbrodt

-> Science Café – Bioinformatik: „Wir können Computernerds Biologen helfen“, Ort: „Groove Station“, Katharinenstraße 11, Zeit: 20 Uhr (1 h), Eintritt: frei

Zum Weiterlesen:

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