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Chinesische Spieler-Maus „V900“ im Test: Hübsch, aber nicht gut genug

Die V900 von Rapoo kommt im Karbon-Stealth-Design daher. Foto: Rapoo

Die V900 von Rapoo kommt im Karbon-Stealth-Design daher. Foto: Rapoo

Rapoo versucht sich im Highend-Markt – und scheitert im ersten Anlauf

Mit der Spielermaus „V900“ versucht die chinesische Hardware-Firma „Rapoo“, in den Highend-Markt vorzustoßen: Im schicken Stealth-Design gehalten, arbeitet die Lasermaus mit einem Sensor, der stufenweise bis auf eine Auflösung von 8200 Punkten pro Zoll (dpi) hochschaltbar ist und damit für den Einsatz in schnellen Spielen prinzipiell geeignet ist. Die Tücken liegen allerdings im Detail.

Programmierbare Tasten und Leuchteffekte

Auf den ersten Blick macht die „V900“ auch einen gut verarbeiteten Eindruck und macht mit ihrem Karbon-Design und ihrer – via Maustreiber farblich veränderbaren – Innenbeleuchtung auch was her. Verfügbar sind insgesamt sieben Tasten, von denen fünf frei programmierbar sind. Darunter ist auch ein DPI-Schnellschalter auf dem Mausbuckel, mit dem sich das Tempo zwischen 100 und 8200 dpi rasch umstellen lässt. Auch viele Details wie das textilverstärkte USB-Kabel lassen die Anleihen im Highend-Maussegment erkennen.

Ein hübsches Werbevideo von Rapoo, aber...

Scroll-Rad quietscht schon nach zwei Wochen

Gerade aber im unmittelbaren Vergleich mit der kürzlich von uns getesteten Spielermaus „Prime Z-DW“ des deutschen Unternehmens „Speedlink“ – und anderen hochwertigen Nagern – zeigen sich im Detail auch die Schwächen des chinesischen Exemplars: Sie ist zum Beispiel nicht asymmetrisch geformt (was für Linkshänder gut ist, aber für alle anderen ein Minus an Griffqualität bedeutet), arbeitet auch nach unserer subjektiven Einschätzung nicht ganz so präzise wie andere Highend-Mäuse in Spielen. Und was wirklich einen ganz schlechten Eindruck macht: Bereits nach zwei Wochen begann das Mausrad oben zu quietschen, was mit jeder weiteren Testwoche immer mehr nervte.

Fazit: Guter Ansatz, aber längst nicht ausgereift

Das Bemühen der Chinesen, mit der „V900“ auch eine hochwertige Spielermaus in ihr Produkt-Portefeuille zu hieven und alles richtig zu machen, ist zu erkennen. Aber gut gemeint ist nicht das Gleiche wie gut: Neben hochwertigen Komponenten machen eben die vielen kleinen Finish-Details und ein Konzept „aus einem Guss“ eine hochwertige Maus aus und nichts anderes erwartet ein Spieler, der aus guten Gründen etwas mehr Geld in die Hand nimmt als für eine Discount-No-Name-Maus üblich. Und ein nach kurzer Zeit bereits hakelndes Scroll-Rad ist in diesem Marktsegment unverzeihlich – da kann Rapoo noch so sehr beteuern, man habe zeigen wollen, „dass eine High-End-Gaming-Maus … nicht teuer sein muss“. Was nicht ausschließt, dass die Chinesen mit Nachbesserungen aus der „V900“ noch eine gute Maus machen können… Autor: Heiko Weckbrodt

V900“ (Rapoo), Spieler-Lasermaus, 60 Euro
 

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