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Erneut Privat-Raumschiff zerstört

SpaceShipTwo zündet die Raketenmotoren. Foto: Virgin Galactic

Archivaufnahme von SpaceShipTwo. Foto: Virgin Galactic

Testpilot stirbt in „SpaceShipTwo“

Mojave, 31. Oktober 2014: Das für suborbitale Touristen-Flüge entwickelte Privat-Raumschiff „SpaceShipTwo“ ist bei einem Testflug am 31. Oktober 2014 zerstört worden. Einer der Piloten kam dabei um, der andere konnte sich mit einem Fallschirm retten und wird nun in einem Krankenhaus behandelt. Das teilte das Raumfahrt-Unternehmen „Virgin Galactic“ in Mojave in New Mexico (USA) mit.

Erst am Dienstag war privater Raum-„Schwan“ explodiert

„SpaceShipTwo“ ist bereits das zweite Privatraumschiff in kurzer Folge, das abgestürzt ist: Erst am Dienstag war der „Cygnus“-Raumtransporter („Schwan“) der „Orbital Sciences Corporation“ (OSC) beim Start zur ISS explodiert. Beide Unfälle stellen das Konzept der NASA in Frage, die erdnahe, orbitale Raumfahrt privaten Akteuren zu überlassen – wobei nur „Cygnus“ zum NASA-Partnerprogramm gehörte, während „SpaceShipTwo“ ganz für die touristische Vermarktung gedacht war. NASA-Administrator Charles Bolden kondolierte der Familie des umgekommenen Privatpiloten. Man dürfe einfach nicht vergessen, dass Raumfahrt eine „unglaublich komplizierte“ Sache sei.

Virgin Galactic sucht nach Ursachen

„Virgin Galactic“-Chef George Whitesides sprach den Angehörigen des getöteten Piloten sein Mitgefühl aus und versprach, den Vorfall und die vorausgegangene „Anomalie“ bei Testflug zusammen mit den Behörden aufzuklären. Zugleich schloss er aber weitgehend aus, das Raumfahrt-Programm abzubrechen. Das Trägerflugzeug, das das Raumschiff in dessen Mindesthöhe für einen Raketenstart brachte, kam laut Unternehmens-Angaben unbeschadet zum Boden zurück. Autor: Heiko Weckbrodt

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