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„3 Days to Kill“: Wolfstänzer jagt den bösen Wolf

CIA-veteran Ethan Renner (Kevin Costner) schießt wie der Teufel. Foto: Universum

CIA-veteran Ethan Renner (Kevin Costner) schießt wie der Teufel. Foto: Universum

Kevin Coster mimt den grimmigen CIA-Killer

In Kevin Coster wird man wohl immer den Indianer-Versteher sehen, der mit dem Wolf tanzt, vielleicht noch den Playboy, der ein „Pretty Woman“ umgarnt. Aber einen eiskalten Profi-Mörder?! In „3 Days to Kill“, der dieser Tage auf DVD erscheint, unternimmt er unter der Regie von McG („Terminator IV“) jedenfalls einen Ausflug ins Agenten-Genre. Und dabei gibt er sich– mit wechselndem Erfolg – alle Mühe, bloß nicht zu nett als Schlächter zu wirken.

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Kein Ausruhen auf dem Hirntumor

Immer chic frisiert: Amber Heard als kaltblütige femme fatale. Foto: Universum

Immer chic frisiert: Amber Heard als kaltblütige femme fatale. Foto: Universum

Coster mimt hier den CIA-Veteranen Ethan Renner, der einen Hirntumor hat, aussteigen will, um seine letzten drei Lebensmonate mit der lang vernachlässigten Familie zu verbringen. Kaum ist er aber daheim in Paris angelangt, schlägt dort eine femme fatale von der „Firma“ auf. Die Lack- und Leder-Spionin Vivi (sehr chic: Amber Heard, „Machete Kills“) winkt mit einem experimentellen Heilmittel für Gehirnkrebs, will das aber nur rausrücken, wenn Ethan einen letzten Auftrag für die Agency erledigt und den bösen deutschen Wolf (Richard Sammel, „Inglourious Basterds“) zur Strecke bringt. Den Waffenhändler zu schnappen, erweist sich indes als mühseliger Spagat, hat Ethan doch seiner Ex versprochen, derweil seine durchgeknallte Teenage-Tochter Zoey (Hailee Steinfeld, „Enders Game“) zu bespaßen und im Schnelldurchlauf zu erziehen…

Fazit: Solide Action – aber Leons Fußstapfen sind zu groß

Foto: Universum

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Doch Coster wäre nicht Coster, wenn er bei aller Ballerei nicht der menschelnde Sympathling bleiben würde, der sogar eine afrikanische Großfamilie daheim in seiner Wohnung aufnimmt, um bloß gerecht zu bleiben. Falls er hier nach den Fußstapfen von „Leon dem Profi“ sucht (und an diesen Klassiker denkt man angesichts mancher Referenz im Film und Luc Bessons Rolle als Drehbuch-Autor natürlich), so sind die ihm zu groß.

Immerhin sorgen Costner und Besson dafür, dass aus „3 Days to Kill“ nicht bloß ein McG-typisches glanzlackiertes Knallbumm-Feuerwerk geworden ist, sondern wirklich eine Geschichte erzählt wird. Aber herausgekommen ist dann doch nur ein leicht überdurchschnittlicher Action-Streifen. Autor: Heiko Weckbrodt

„3 Days to Kill“ (Universum Film), Agenten-Action, Regie: McG, mit Kevin Costner, Hailee Steinfeld, Amber Heard, USA 2014, FSK 12, Länge: ca. 111 min. plus 40 min. Bonusmaterial (u. a. Interview mit Schauspielern und Regisseur, B-Rolls), DVD 15 Euro, Bluray 18 Euro, (erhältlich ab dem 31. Oktober 2014)

 

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