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Molly Fyde an the Fight for Peace“: Raumabenteuerin Molly tritt Super-Aliens in den Hintern

Abb.: Hugh Howey

Abb.: Hugh Howey

Letztes Buch der „Bern Saga“ schwächelt am stilistischen Aufbau

Eine riesige außerirdische „Bern“-Raumflotte kriecht durch einen Riss im Raum-Zeit-Gefüge, sammelt sich über dem Provinzplaneten „Lok“ für eine Invasion der Erde. Jedes Schiff, das vom Planeten startet, um den Rest der Galaxis zu warnen, wird von einem mondgroßen Gravitationsumformer im Orbit (der Todesstern von „Starwars“ lässt grüßen) zerschmettert. Das findet Raumabenteurerin Moly Fyde ziemlich gemein – und trommelt all ihre Alien-Freunde zusammen, um den feindseligen Bern die Stirn zu bieten.

Alien-Haustiere gegen böse Androiden

Im vierten und vorerst letzten Teil der „Bern“-Saga lässt es eBook-Autor Hugh Howey noch mal richtig krachen: Er inszeniert Raumschlachten, kühne Kaperkommando-Unternehmen und wilde Nahkämpfe mit Androiden und Alien-Haustieren.

Zurück in die Vergangenheit

Hugh Howey. Foto: PR

Hugh Howey. Foto: PR

Auch versucht er gewissermaßen auf den letzten Metern seiner Science-Fiction-Story um die junge Weltenretterin Molly Fyde, seinen Akteuren mehr Leben einzuhauchen, schiebt dafür lange biografische Exkurse in die Vergangenheit ein, die fast das ganze erste Drittel von „Molly Fyde und der Kampf um den Frieden“ einnehmen. Das trägt zwar dazu bei, die Motive seiner Protagonisten besser zu verstehen, ist aber keine sehr geschickte Lösung: Hätte es solche Vergangenheits-Exkurse von Anfang an in die Bücher eingewoben, hätte dies sicher gut funktioniert, so aber wirkt der „Biografien“-Block im letzten Buch stilistisch wie ein Fremdkörper.

Exkurse hemmen Lesefluss

Dennoch wird natürlich jeder, der die Molly-Fyde-eBücher einmal angefangen hat, wissen wollen, ob sich Molly, Cole, Alyn und all ihre Gefährten gegen die destruktive Superrasse der Bern durchsetzen können – insofern will ich von der Lektüre auch nicht abraten. Zudem man gerade in den Biografie-Kapiteln, so deplatziert sie auch für den Lesefluss sein mögen, doch merkt, wie Autor Howey sich immer mehr von bloßer Sci-Fi-Action löst und literarisch reifer Charaktere und Geschichten zu entwickeln verseht.

Fazit: „Silo“-Reihe besser

Im Vergleich zur dystopischen „Silo“-Serie sind die Molly-Fyde-Abenteuer in der Gesamtschau doch noch sehr klassische Science-Fiction, die von der Faszination eher äußerlicher Galakto-Action lebt: Für Sci-Fi-Fans recht geschmeidig zu lesen, aber noch nicht wirklich so gelungen wie die spätere „Silo“-Bücher. Heiko Weckbrodt

Hugh Howey: „Molly Fyde and the Fight for Peace”, Howey-Eigenverlag, eBook (bei Amazon): drei Euro, (nur Englisch verfügbar), Leseprobe hier

Zum Weiterlesen:

Raumpilotin Molly Fyde jagt Spuren ihrer Eltern nach

Die Welt ist ein unterirdischer Silo

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