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Raumteleskope erkunden Wetter auf fernem Planeten

Viele Exo-Planeten außerhalb unseres Sonnensystems haben anscheinend eine so dichte und wolkige Atmosphäre, das sie für unsere Teleskope undurchdringlich sind, wie die künstlerische Visualisierung links zeigt. Auf "HAT-P-11b" (rechts)  herrscht dagegen eitel Sonnenschein, wie US-Astronomen nun herausgefunden haben. Visualisierung: NASA/JPL-Caltech

Viele Exo-Planeten außerhalb unseres Sonnensystems haben anscheinend eine so dichte und wolkige Atmosphäre, das sie für unsere Teleskope undurchdringlich sind, wie die künstlerische Visualisierung links zeigt. Auf „HAT-P-11b“ (rechts) herrscht dagegen eitel Sonnenschein, wie US-Astronomen nun herausgefunden haben. Visualisierung: NASA/JPL-Caltech

Klarer Himmel und Wasserdampf im Sternbild Schwan

Sternbild Schwan, 27. September 2014: Die NASA hat ihre drei Weltraumteleskope „Hubble“, „Spitzer“ und „Kepler“ eingesetzt, um erstmals einen Wetterbericht für einen Neptun-ähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu erstellen. Die Prognose der kosmischen Wetterfrösche: Heitere Himmel mit etwas Wasserdampf in der Atmosphäre.

Wetterbericht für 120 Lichtjahre entfernten Planeten

Ermittelt haben die Weltraumforscher dies für den Planeten „HAT-P-11b“, der in 120 Lichtjahren von der Erde entfernt eine Sonne im Sternbild „Schwan“ umkreist. Der Planet ist etwa viermal so groß wie die Erde, hat anscheinend einen steinigen Kern und eine Gas-Atmosphäre mit Wasser darin und es handelt sich um eine recht warme Welt.

Die Forscher nutzten für ihren extraterrestrischen Wettebericht die Gelegenheit, als sich der ferne Planet vor seine Sonne schob. Künstlerische Visualiierung: NASA/JPL-Caltech

Die Forscher nutzten für ihren extraterrestrischen Wettebericht die Gelegenheit, als sich der ferne Planet vor seine Sonne schob. Künstlerische Visualiierung: NASA/JPL-Caltech

Verfärbtes Sternenlicht verrät etwas über außerirdische Luft

Um dies herauszufinden, nutzten sie die Gelegenheit, als sich „HAT-P-11b“ von uns aus gesehen kurz vor seinen Stern schob. Das Sonnenlicht, das dabei den Rand des Planeten passierte und schließlich zur Erde gelangte, wurde durch die Moleküle in der Atmosphäre des Expoplaneten leicht verfärbt. Mittels der sogenannten „Transmissions-Spektroskopie“ konnten die amerikanischen Forscher dadurch in etwa die Luft-Zusammensetzung in dieser außerirdischen Welt ermitteln.

Amerikaner wollen Technik künftig auch für „Zwillings-Erden“ einsetzen

Angesichts ihrer dabei erzielten Erfolge als galaktische Wetterfrösche wollen sie diese Technik künftig auch einsetzen, um erdähnliche Exo-Planeten solcherart unter die Lupe zu nehmen. Autor: Heiko Weckbrodt

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