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Wirbelströme sorgen für Karbonfaser-Qualität

Wiebelstrom-Tester für Karbonfasern. Abb.: Fraunhofer IKTS-MD / Suragus

Wiebelstrom-Tester für Karbonfasern. Abb.: Fraunhofer IKTS-MD / Suragus

Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Suragus“ zeigt zerstörungsfreie Prüfung auf Solarmesse

Dresden/Amsterdam, 21. September 2014: Damit Elektroautos leichter gebaut werden können, setzen Autokonzerne wie etwa BMW neuerdings gern Kohlefaser-Werkstoffe ein. Um deren Qualität zu sichern, haben Dresdner Fraunhofer-Ingenieure ein schonendes Messverfahren auf der Basis von Wirbelströmen entwickelt. Die aus dieser Erfindung hervorgegangene Firma „Suragus“ stellt dieses Verfahren ab der kommenden Woche auf der Solartechnik-Messe „European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition“ (PVSEC) in Amsterdam vor – denn die Wirbelströme können auch Dünnschicht-Solarmaterialien, organischen Leuchtdioden (OLEDs) und vieles mehr auf Qualitätsmängel sichten.

Demo-Video der Wirbelstrom-Analyse (Suragus, Englisch):

Aus Fraunhofer-Entwicklung entstand neue Firma im Nanozentrum

Entwickelt hatten dieses Verfahren Experten des „Fraunhofer-Instituts für zerstörungsfreie Prüfverfahren Dresden“ (jetzt IKTS-MD). Sie induzieren dabei mit wechselstrom-gespeisten Spulen Wirbelströme in den zu untersuchenden Werkstoffen, die sich unterschiedlich gut ausbreiten können, je nachdem, ob bei der Produktion Fehler im Material entstanden sind oder nicht. Diese Folge-Wirbel werden dann mit Computerprogrammen analysiert, um Fehlstellen auszumachen. Laut der „Surgarus GmbH“ sind damit bis zu 50.000 Messungen pro Sekunde möglich. Die Firma wurde mit Unterstützung der „Wirtschaftsförderung Sachsen“ (WFS) im städtischen Nanozentrum in Dresden-Klotzsche angesiedelt, also in den ehemaligen Gebäuden des „Zentrums Mikroelektronik Dresden“ (ZMD). hw

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