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Programmkino-Besucher sind besonders treu

Blick ins Dresdner "Kif" - auch Programmkinos setzen inzwischen auf das Mehrsaal-Konzept und Multiplex-Technikstandards, um gegen den harten Wettbewerb zu bestehen. Abb.: KIF

Blick ins Dresdner Programmkino „Kif“. Abb.: KIF

Jeder vierte Filmkunstfreund ist ein „Heavy User“

Berlin, 17. September 2014: Freunde gehobener Filmkunst sind besonders treue Kinogänger: Jeder vierte Programmkino-Besucher war im Jahr 2013 mindestens siebenmal in seinem Filmtheater. Damit liegt der Anteil dieser „Heavy User“ (Vielnutzer) doppelt so hoch wie im Gesamtmarkt, der insbesondere von den großen Multiplex-Kinos dominiert wird. Das hat die jüngste Programmkino-Studie der „Filmförderanstalt“ (FFA) Berlin ergeben.

Geringere Eintrittspreise, weniger Verzehr-Einnahmen als Multiplexe

Die hat auch gezeigt, dass dieses besonders treue Publikum für die Programmkinos eine immer größere Rolle spielt: Seit 2011 hat der Anteil der Vielkinogänger in diesem Segment von 14,4 auf nun 26,4 Prozent zugenommen. Dennoch haben Programmkinos weiterhin Probleme, ihren Betriebskosten überhaupt zu decken. Sie erlösten im Schnitt nur 6,87 Euro pro Eintrittskarte (Gesamtkinomarkt: 7,87 Euro), zudem geben Programmkino-Gäste im Schnitt nur 5,65 Euro pro Besuch für Speisen und Getränke aus (Gesamtmarkt: 6,57 Euro).

Saal-Angebot leicht gesunken

So ist auch die Zahl der Programmkino-Säle leicht gesunken: um sechs auf nun 777 Vorführsäle bundesweit. Allerdings sind Filmtheater mit gehobenen Programm keineswegs zu sinkenden Besucherzahlen verdammt, wie auch Erfahrungen aus Dresden zeigen: Insbesondere Programmkinos, die mehrere Säle haben und den Kinobesuch als Erlebnis zu inszenieren verstehen, vermelden durchaus auch wachsende Resonanz.

Auch „Popcorn-Test“ scheidet Programmkino vom Multiplex

Unter Programmkinos versteht man in Abgrenzung zu den großen Multiplexen Filmtheater, die nicht oder nur wenige Hollywood- und ähnliche „Blockbuster“-Produktionen zeigen, sondern zum Beispiel auch Autorenfilme aus Europa („Arthouse“) und von anderen Kontinenten. Als – allerdings nicht ganz scharfes – Unterscheidungsmerkmal mag auch der Popcorn-Test gelten: Die amerikanische Tradition, in den Kinos riesige Popcorn-Tüten und XXL-Cola-Becher zu verkaufen, gilt in den meisten Programmkinos als eher geschmacklos und verpönt. Autor: Heiko Weckbrodt

Zum Weiterlesen:

Dresdner PK Ost gewinnt Bundes-Programmkinopreis

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