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“Molly Fyde and the Parsona Rescue”: Raumpilotin jagt Spuren der Eltern nach

Molly rettet versklavte Aliens. Abb.: Howey/Amazon

Molly rettet versklavte Aliens. Abb.: Howey/Amazon

1. Sci-Fi-eBuch von „Silo“-Autor Hugh Howey gibt’s zum kleinen Preis

Die 16-jährige Waise Molly Fyde ist das einzige Mädchen in der Raumfahrt-Flottenakademie und wird trotz ihrer offensichtlichen Talents als Jäger-Pilotin von den anderen Kadetten ständig dumm angemacht – manche Dinge ändert sich eben auch im 25. Jahrhundert nicht. Als ihr Flugsimulator während einer entscheidenden Gefechts-Übung versagt und sie daraufhin von der Akademie geworfen wird, denkt sie zuerst an einem Fehler im System oder einen Dumme-Jungen-Streich. Doch dann schickt Konteradmiral Lucin sie und ihren Ex-Mitkadetten (und heimlichen Schwarm) Cole auf den fernen Planeten Palin, um dort die „Parsona“, das Raumschiff ihrer Eltern, zu bergen. Und dann geht alles schief, was nur schiefgehen kann: Auf Palin geraten die beiden jungen Abenteurer zwischen die Fronten von Schmugglerbanden und Flotten-Schergen, dann jagen sie versehentlich einen ganzen Planeten in die Luft und landen bei ihrem nächsten Hyperraum-Sprung mitten in einem Trümmerfeld. Und langsam beginnt Molly den Verschwörungstheorien von Cole zu glauben…

Spannend, aber erzählerisch noch nicht auf „Silo“-Niveau

Mit „Molly Fyde und die Parsona-Rettung“ begann Hugh Howey 2009 in den USA eine ganze Serie von Science-Fiction-Romanen um seine weibliche Zukunfts-Heldin Molly Fyde – und legte damit den Grundstein für seine Karriere als erfolgreicher eBuch-Autor. Sein Erstlings-Werk ist mit seinen Weltraum-Gefechten, Techno-Schnickschnack und Aliens noch stark klassischen Science-Fiction-Mustern verhaftet und erreichte noch nicht die erzählerische Güte seiner späteren „Silo“-Reihe. Aber auch die Molly-Fyde-Stories lesen sich sehr spannend und erfrischend und zeigen einmal wieder, dass unsichere, in sich gespaltene Heldinnen heute besser funktionieren als klassische Muskelprotz-Heroen.

Fazit: Liest sich flüssig durch

Abb.: Howey/Amazon

Abb.: Howey/Amazon

Literarisch ist der 1. Roman von Howey noch als Frühwerk erkennbar, aber schon durchaus gehobene Sci-Fi-Kost. Seinen ganz besonderen Reiz entfaltet das weibliche Universum der Molly Fyde, wenn man auch die folgenden Romane (bisher vier) liest, die wie eine fortlaufende Geschichte aufgebaut sind. Erschienen sind diese eBücher allerdings – anders als die „Silo“-Romane, die inzwischen auch in deutscher Übersetzung publiziert werden – bisher nur auf Englisch. Um sie zu flüssig im Original lesen zu können, genügen aber schon mittlere Fremdsprachenkenntnisse. Autor: Heiko Weckbrodt

Hugh Howey: „Molly Fyde and the Parsona Rescue”, Sci-Fi-Roman, Eigenverlag Howey, 2009, 506 Seiten, drei Euro (Amazon-Kindle-Edition), ASIN: B002CMLE04. Leseprobe hier und hier

 

Zum Weiterlesen:

Die Welt ist ein unterirdischer Bunker – Howeys 1. „Silo“-Roman

„Level“: Wie uns der Nano-Erstschlag unter die Erde trieb

„Dust“: Jetzt wird abgerechnet

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