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Striesener „PK Ost“ ist Deutschlands bestes Programmkino

Sven Weser und Jana Engelmann /Mitte) freuen sich über den deutschen Programmkino-Preis, en sich voin Kulturstaatsministerin Monika Grütters  (r.) bekommen haben. Foto: Paveldesign

Sven Weser und Jana Engelmann /Mitte) freuen sich über den deutschen Programmkino-Preis, en sich voin Kulturstaatsministerin Monika Grütters (r.) bekommen haben. Foto: Paveldesign

Kulturstaatsministerin Grütters gibt Spitzenpreis nach Dresden

Dresden/Starnberg, 4. September 2014: Das „Programmkino Ost“ in Dresden-Striesen ist in diesem Jahr als das beste deutsche Programmkino ausgezeichnet worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verlieh den deutschen Programmkinopreis am Donnerstag im bayrischen Starnberg an die beiden „PK Ost“-Betreiber Sven Weser und Jana Engelmann. Damit geht der mit 20.000 Euro dotierte Spitzenpreis zum zweiten Mal – nach der „Schauburg“ im Jahr 2000 – in die sächsische Landeshauptstadt.

PK  Ost für erlesene Auswahl europäischer Produktionen bekannt

Europäische Filme sorgen für lange Schlangen bis raus auf die Straße im Dresdner "Programmkino Ost". Foto: Heiko Weckbrodt

Europäische Filme sorgen für lange Schlangen bis raus auf die Straße im Dresdner „Programmkino Ost“. Foto: Heiko Weckbrodt

Das PK Ost ist in Dresden für seinen Fokus auf anspruchsvolle europäische Filmproduktionen und Autoren-Kino beliebt und geschätzt. Seit einem Ausbau vor fünf Jahren von einem auf fünf Säle ist das Filmangebot breiter geworden, ohne klassischen Mainstream zu bedienen. Damals hatten Weser, Engelmann und ihre neuen Berliner Teilhaber knapp zwei Millionen Euro investiert und dies hat das Programmkino wohl auch langfristig auf wirtschaftlich stabilere Füße gestellt: Seit dem Umbau haben sich die Besucherzahlen auf rund 180.000 verdreifacht.

Das PK Ost kann nun eben auch europäische Erfolgskomödien wie jüngst „Monsieur Claude und seine Töchter“ besser auswerten. Großer Beliebtheit erfreuen sich aber seit jeher auch Sonderveranstaltungen wie die „Französischen Filmtage“ im PK Ost, auf denen auch Produktionen zu sehen sind, für die es oft (noch) keinen deutschen Verleiher gibt, die aber von Weser und Engelmann auf Festivals „entdeckt“ wurden.

Weitere 196 Kinos mit Nebenpreisen ausgezeichnet

Neben dem Dresdner PK Ost gab es weitere Nebenpreise im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro für insgesamt 196 weitere Filmtheater – für viele kleinere Kinos sind diese alljährlichen Preise schon ein fast fester Posten in ihrer wirtschaftlichen Kalkulation geworden, sind insofern eine staatliche Subvention für die deutsche Programmkino-Landschaft, die sich gegen die großen Multiplexe mit ihren Hollywood-Produktionen durchzusetzen versuchen.

Auch KiD, KiF, Thalias und Schauburg prämiert

Abgesehen vom Hauptpreisträger gingen Nebenpreise auch an weitere Dresdner Filmtheater: das KiD, das KiF, das Thalia und die Schauburg. Autor: Heiko Weckbrodt

1 Kommentare

  1. Der Pokal wird jedes Jahr weitergereicht, es ist also jeder mal dran! 😉
    Die Programmpolitik des PK Ost finde ich zudem verwerflich und geschmackslos. Es gibt in Dresden zum Glück etliche Alternativen, um einen Bogen um dieses Kino zu machen. Das zum Teil (!!!) sehr unfreundliche Personal tut sein übriges, um sich da nicht wirklich wohlzufühlen!

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