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Unternehmen stecken mehr in Internet-Werbung

Verteilung der geplanten Marketing-Ausgaben für 2014 in der ITK-Branche. Grafik. Bitkom

Verteilung der geplanten Marketing-Ausgaben für 2014 in der ITK-Branche. Der Internet-Anteil wächst. Grafik: Bitkom

Online-Anteil wächst von 24 auf 30 Prozent

Berlin, 17. August 2014: Informationstechnologische und Telekommunikations-Unternehmen (ITK) in Deutschland verlagern ihre Vermarktungs-Budgets weiter ins Internet: 30 Prozent dieser Werbe-Etats fließen in diesem Jahr ins Online-Marketing – im Vorjahr waren es erst 24 Prozent. Das ermittelte „Bitkom Resarch“ in Branchen-Umfragen.

Mehr Geld für Blogs und Kontaktnetzwerke

Mehr als die Hälfte der ITK-Firmen wollen demnach mehr in Blogs investieren, etwa ebensoviel in ihre eigenen Unternehmens-Netzseiten sowie in Video- und Audio-Beiträge, Auftritte in Kontaktnetzwerken („Social Networks“) und in Suchmaschinen-Marketing. „Wir sehen eine deutliche Verschiebung bei den Marketing-Ausgaben hin zum Online-Marketing“, betonte . Markus Altvater vom deutschen Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin. „Dabei geht es vor allem um Dialog und Interaktion mit den Kunden. Banner und Suchmaschinenmarketing reichen heute nicht mehr aus.“

Zeitungswerbung rückläufig

Allerdings fließt der relativ größte Teil der Vermarktungs-Etats (35 Prozent) weiter in Messeauftritte und Veranstaltungen. 17 Prozent entfallen auf Direkt-Marketing – und damit erstmals mehr als in gedruckte Werbung in Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren (13 Prozent der Werbe-Etats), was die Zeitungs-Krise noch verstärken dürfte. Insgesamt investiert die ITK-Branche laut Bitkom in diesem Jahr rund fünf Prozent ihrer Umsätze in Vermarktungs-Aktionen, 2013 betrug dieser Anteil nur 4,2 Prozent. Autor: Heiko Weckbrodt

2 Kommentare

  1. Florian vom OnpageDoc sagt

    Sehr verwunderlich dass die Unternehmen das Budget in Online Marketing nur so langsam verschieben. Wenn man bedenkt, wie effizient und wirkungsvoll Online Marketing ist und wie viel Geld in den klassischen Werbebudgets verbraten wird.
    Ebenfalls sehr merkwürdig, dass jede 2. Webseite nicht nur seo-technisch schlecht aufgestellt ist und somit schlecht auffindbar, sondern dass diese weiterhin alles andere als userfreundlich aufgebaut sind und werden. Selbst nach 10, 15 Jahren muss man einfach nüchtern feststellen: Die Internetphase hat gerade erst begonnen!

    • Hallo Florian,
      deine nüchterne Einschätzung kommt von jemanden der sich täglich im Internet bewegt und damit auch sein Geld verdient. Menschen wie du sehen stehen daher weit vorn bei der Entwicklung, jedoch ist die breite Maße noch lange nicht an der Stelle wo wir sind.

      Solange die Webseite als Firmenpräsenation statt Akquise Werkzeug gesehen wird, wird sich die Verschiebung nur langsam bewältigen lassen. Aussagen von Einzelhändlern wie „Das müsst Ihr mir noch Beweisen“ zur Steigerung des Umsatz durch Online Marketing zeigt diese Blockade. Es wird lieber Geld für Flyer/Schaufenster oder Zeitungswerbung ausgeben weil dies sichtbar ist. Obwohl der Erfolg im Internet viel besser Messbar ist, haben viele Unternehmen noch Skepsis. Nur weil es die letzten 100 Jahre funktioniert hat, wird dies nicht noch einmal solange funktionieren.

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