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Sachsen bereitet Tablet-Einsatz an Schulen vor

Viele Kinder begeistern sich für Tablet-Spiele und erschließen sich App-Konzepte intuitiv - darauf setzt auch die Kinderbuch-App "Meta Morfoß", von der es bisher erst einen Prototypen gibt. Foto: Daktylos

Foto: Daktylos Media

Ministerin setzt Expertengruppe ein

Dresden, 22. Juli 2014: Um den möglicherweise flächendeckenden Einsatz von Tablettrechnern an Schulen zu prüfen und vorzubereiten, hat die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) nun ein Expertengremium eingesetzt. Die Arbeitsgruppe solle „das Kultusministerium bei der Einführung von innovativen Bildungstechnologien wie Tablets und modernen Unterrichtsmethoden beraten“, hieß es heute in einer ministeriellen Mitteilung.

Auch Finanzierung zu klären

„Wir wollen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten gehen“, erklärte Kurth. „Bevor Tablets an den Schulen eingesetzt werden, soll das Expertengremium zunächst einmal grundlegende Fragen klären.“ Zu klären sei beispielsweise: Wie sollen Tablets im Unterricht eingesetzt werden? Welche Unterrichtsmethoden und technische Unterstützung sind dazu notwendig? Welche datenschutz- und urheberrechtlichen Bestimmungen gilt es zu berücksichtigen? Wie sollen die neuen Bildungstechnologien und mobilen Computer finanziert werden? Denn immerhin kosten Tablets meist zwischen 150 und 800 Euro (Mittelklasse: etwa 250 Euro) und dies kann sich nicht jede Familie leisten. Andererseits könnte durch einen konsequenten Tablet-Einsatz in Schulen auch viel Papier eingespart werden.

Fachleute sollen Empfehlung im Frühjahr 2015 vorlegen

Das Ministerium verwies auf das im Frühjahr gestartete Pilotprojekt „Klassenzimmer der Zukunft“ in Chemnitz, in dem man erste praktische Erfahrungen mit Tablets im Unterricht sammele. Das nun eingesetzte Gremium soll auch diese Erfahrungen auswerten und bis zum Frühjahr 2015 seine Empfehlungen vorlegen. Laut Kurth ist dieser Expertise-Weg bisher in Deutschland einmalig. Autor: Heiko Weckbrodt

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