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Ukraine-Krise und Schwellenländer bremsen ostdeutschen Maschinenbau aus

Montage bei Siemens. Foto. Siemens

Foto. Siemens

Verband fürchtet Facharbeiter-Mangel durch Rente mit 63

Leipzig, 15. Juli 2014: Entgegen den zunächst rosigen Konjunktur-Erwartungen haben sich Geschäftsklima und Auftragslage im ostdeutschen Maschinenbau jetzt eingetrübt. Das teilte der Landesverband Ost des „Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) in Leipzig mit und berief sich dabei auf eine Stimmungsumfrage unter 350 Unternehmen. Der Verband machte dafür die rückläufige Auftragslage aus Schwellen- und Entwicklungsländern sowie das seit der Ukraine-Krise schwächelnde Russland-Geschäft verantwortlich.

Bisher aber keine Facharbeiter-Flucht

Außerdem hatte der VDMA Ost abgefragt, wie sich die Rente mit 63, die die Berliner Groko Anfang 2014 in Kraft gesetzt hatte, auf die ostdeutschen Maschinenbauer ausgewirkt hat. Ergebnis: „Die befürchtete umfängliche Ruhestandswelle“ ist weitgehend ausgeblieben. Viele Unternehmer rechnen aber damit, dass besonder Facharbeiter diese reglung demnächst nutzen werden, um sich in die Rente zu verabschieden. „Die Rente mit 63 ist ein falsches Signal und trifft vor allem die kleinen Unternehmen“, warnte der VDMA Ost daher. Autor: Heiko Weckbrodt

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  1. Die Rente mit 63 ist ein falsches Signal und geht auch an einer realistischen Einschätzung der Wirklichkeit und des aktuellen Wirtschaftslebens vorbei. Fachkräftemangel scheint noch nicht akut zu sein, jedoch lassen Prognosen die Aussage zu, dass das nochmal ein Thema wird. Nur ist dies ein PRoblem welches sich dann nicht kurzfristig lösen lässt, weshalb bereits heute entsprechende Vorarbeiten notwendig sind.

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