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US-Tüftler wollen Straßen mit Solarpaneelen pflastern

Die Zukunftsvision der Brusaws in einer Visualisierung zeigt vollständnig mit Solarpaneelen gepflasterte Straßen, deren integrierte LEDs zudem für leuchtende Fahrbahnmarkierungen sorgen. Foto: Solar Roadways

Die Zukunftsvision der Brusaws in einer Visualisierung zeigt vollständnig mit Solarpaneelen gepflasterte Straßen, deren integrierte LEDs zudem für leuchtende Fahrbahnmarkierungen sorgen. Abb.: Solar Roadways

„Solar Roadways“ möchte Autobahnen zu Energiesammlern für E-Autos machen

Sagle, 21. Mai 2014: Er ist Elektro-Ingenieur, sie Psychologin und sie beide haben eine Vision: Scott und Julie Brusaw aus dem kleinen Städtchen Sagle im US-Bundesstaat Idaho wollen Straßen aus Solarpaneelen legen statt sie in Asphalt und Beton zu gießen. Durch die wabenförmigen Sonnenstrom-Sammler, die sie in ihrer jungen Firma „Solar Roadways“ entwickelt haben, möchten sie die Verbreitung von Elektroautos fördern und die Überlandstraßen sicherer machen.

Werbevideo für die Solarstraßen (Solar Roadways, Englisch):

Solarstraßen soll Abhängigkeit vom Öl beenden

Julie und Scott Brusaw mit den Glasplatten ihrer Solarpaneele. Foto: Solar Roadways

Julie und Scott Brusaw mit den Glasplatten ihrer Solarpaneele. Foto: Solar Roadways

„Unser langfristiges Ziel ist es, alle Beton- und Asphalt-Oberflächen auf sonnenbeschienenen Straßen mit unseren Solarpaneele zu ersetzen“, beschreibt das Ehepaar seine Zukunftsvision. „Das würde unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beenden.“ Die so gesammelte Energie könne beispielsweise eingesetzt werden, um E-Autos auf den großen Highways zu betanken, die Straßen im Winter zu beheizen, um sie eisfrei zu halten, und integrierte LED-Fahrbahnmarkierungen zum Leuchten zu bringen, was den nächtlichen Autoverkehr sicherer machen könnte.

Kosten bisher nicht beziffert

Erste Prototypen haben sie bereits fertig, nun sammeln die Brusaws im Internet-Schwarm Geld ein, um größere Serien und bessere Paneele zu entwickeln. Die Kosten dieser Lösung im Vergleich zu konventionellen Straßen können sie nach eigenen Angaben noch nicht beziffern. Sie dürften aber nach unserer Einschätzung immens sein und schier ein unüberwindbares praktisches Hindernis für die Vision der Öko-Pioniere sein.

Ingenieur Scott Brusaw wollt mit einem Bagger über eine Solarteststrecke, um zu beweisen, dass die Paneele auch den Belastungen des Schwerlastverkehrs gewachsen sind. Foto: Solar Roadways

Ingenieur Scott Brusaw wollt mit einem Bagger über eine Solarteststrecke, um zu beweisen, dass die Paneele auch den Belastungen des Schwerlastverkehrs gewachsen sind. Foto: Solar Roadways

Probleme mit Haftkraft und Belastbarkeit angeblich gelöst

Immerhin haben die Brusaws aber einige Bedenken wohl schon zerstreuen können: Da ihre Paneele eine Glasoberfläche haben, ließen sie von Laboren Rutschtests vornehmen – angeblich erfüllten die Solarplatten die Bremsweg-Vorgaben für Autos. Auch zeigt ein Bild Scott Brusaw, wie er mit einem Bagger über eine Solarstrecke rollt – um zu beweisen, dass die Paneele auch den Bodendruck von Lastern aushalten. Autor: Heiko Weckbrodt

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