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Sonde taucht in Venus-Atmosphäre

ESA-Visualisierungsvideo über das Eintauch-Manöver

Venus, 18. Mai 2014: Der ESA-Raumsonde „Venus Express“ bereitet sich jetzt auf einen letzten Höllenritt vor. Sie wird nach acht Jahren im Orbit unseres sonnennäheren Nachbarplaneten demnächst in dessen dichte und heiße Atmosphäre eintauchen, was sie zunächst in eine tiefere Umlaufbahn bringen wird – und letztlich dazu führt, dass sie verglüht. Abzuwarten ist, wie lange „Venus Express“ unter diesen Umständen Bilder senden wird.

Venus einst ähnlich der Erde

Dieses Bilderreihe kombiniert Tag- und Nacht-Aufnahmen (blau bzw. rot) der Venus, die auf unterschiedlichen Wellenlängen von "Venus Express" fotografiert wurden. Fotos: ESA

Dieses Bilderreihe kombiniert Tag- und Nacht-Aufnahmen (blau bzw. rot) der Venus, die auf unterschiedlichen Wellenlängen von „Venus Express“ fotografiert wurden. Fotos: ESA

Die Sonde hatte seit ihrer Ankunft an der Venus im Jahr 2006 zahlreiche Fotos zur Erde gesendet, darunter sowohl Aufnahmen im sichtbaren Bereich des Lichts wie auch Ultraviolett- und Infrarot-Bilder. Die Mission hatte den ESA-Forschern weitere Beweise dafür geliefert, wie ähnlich sich Erde und Venus vor Milliarden von Jahren waren und wie unterschiedlich sich diese mit jeweils reichlich 12.000 Kilometern Durchmesser fast gleichgroßen Zwillinge seitdem entwickelt haben.

Einst gab es Meere – heute Säurewolken

Beispielsweise hat es auf der Venus einst wie auf der Erde tektonische und vulkanische Aktivitäten gegeben und wahrscheinlich auch große Meere. Deren Wasser ist aber längst verdampft und schwebt jetzt in der Venus-Atmosphäre, teils ist es in den Weltraum entwichen. Heute ist die Venus ein für Menschen absolut tödlicher Ort mit Temperaturen bis zu 450 Grad Celsius, gewaltigen Stürmen und Schwefelsäure-Wolken. Autor: Heiko Weckbrodt

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