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Mal wieder: In „Age of Wonders III“ beharken sich Elben, Orks und Menschen

Laryssa geht nabelfrei ab in die Schlacht. Abb.: Triumph

Laryssa geht nabelfrei in die Schlacht. Abb.: Triumph

Vontor könnte eine Maniküre gebrauchen. Abb.: Triumph

Vontor könnte eine Maniküre gebrauchen. Abb.: Triumph

Rundenbasiertes Strategiespiel nach langer Pause fortgesetzt

Die Elben wollen am Teich des Ursprungs mit den erstarkenden und recht kriegslüsternen Menschen einen Friedensvertrag aushandeln. Doch was wie die neutrale Schweiz der Fantasie-Parallelwelt scheint, ist in Wirklichkeit tödlicher Boden: Die Quell-Orks machen mit den Menschen gemeinsame Sache und murksen die elbischen Unterhändler ab. Weil von den Verhandlungen ausgesperrt, überlebt eine Prinzessin – und an deren Seite ziehen wir in „Age of Wonders III“ nun in die rundenbasierte Schlacht.

Glanzvolle Helden

Über zehn Jahre Zeit gelassen haben sich die niederländischen Triumph-Studios, um ihre Strategiespielreihe fortzusetzen. Das kommt vor allem dem grafischen Erlebnis zugute, denn die Elben, Orks und anderen Protagonisten des dritten Teils schimmern gar prachtvoll.

Werbevideo (Triumph):

Würfelspielprinzip

Allerdings muss man wohl ein eingefleischter Fan von Würfelspielen sein, um im Zeitalter der Echtzeitstrategie rundenbasierten Prinzipien echten Nervenkitzel abzugewinnen. Für jene, die das Prinzip nicht kennen: Statt seine Helden und Heere normal zu steuern, darf man in rundenbasierten Spielen immer nur eine bestimmte Wegstrecke zurücklegen oder eine Schlacht auslösen, schließt dann die „Runde“ formal ab und wartet ab, was rauskommt. Danach geht es à la Würfelspiel so weiter, wenn man wieder an der Reihe ist.

Kein Tutorial für Einsteiger

Abb.: Triumph

Abb.: Triumph

Zudem wird es Einsteigern nicht gerade leicht gemacht, sich mit dem Spiel anzufreunden: Es ist kein Tutorial vorgeschaltet, wer sich also nicht ohnehin auskennt, ist verloren. Ganz abgesehen davon, dass es nervt, sich nicht nur bei der Plattform „Steam“ anmelden zu müssen, sondern dann noch genötigt wird, auch ein (immerhin kostenloses) Triumph-Konto anzulegen.

Fazit: Geschmackssache

„Age of Wonders III“ sieht grafisch hübsch aus, die Helden labern genretypisch episch daher, doch das Spielprinzip kann man nur lieben oder hassen. Autor: Heiko Weckbrodt

„Age of Wonders III“ (Triumph Studios), rundenbasierte Strategie, USK 12

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