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Hightech-Branche will 10.000 neue Jobs schaffen

Abb.: Bitkom

Abb.: Bitkom

ITK wächst in Deutschland aber nur halb so schnell wie weltweit

Berlin/Hannover, 9. März 2014: Rund 10.000 neue Arbeitsplätze wird die informationstechnologische und Telekommunikations-Wirtschaft (ITK) in der Bundesrepublik in diesem Jahr schaffen. Das hat der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ kurz vor der Eröffnung der „CeBit“ in Hannover eingeschätzt. Laut Verband wird die deutsche ITK 2014 rund auf 153,4 Milliarden Euro und damit 1,7 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr generieren – und damit nur etwa halb so schnell wachsen wie die internationalen Branchenkollegen.

Sprachdienste haben’s schwer

Bitkom-Präsident Dieter Kempf

Bitkom-Präsident Dieter Kempf

„Unter dem Strich steht 2014 wieder ein Plus, aber wir sehen eine große Spreizung innerhalb der Branche“, schätzte Bitkom-Präsident Dieter Kempf ein. „Das Geschäft mit Software und Dienstleistungen, wie auch die Umsätze mit Smartphones und Tablets wachsen überdurchschnittlich, Sprachdienste haben es weiterhin schwer.“

PC schwächelt, Smartphone boomt weiter

Weitgehend stagnieren wird laut Prognose der Geräte-Markt, der unter der Talfahrt von PC- und Notebook-Absatz leidet. Gleichzeitig boome der Absatz von Tablett-Rechnern. „Der Tablet wird für viele aber eher das Zweit- oder Drittgerät bleiben und PC und Notebook nicht komplett verdrängen“, so Kempf. Ordentlich zulegen werden dagegen Software-Branche (+5,3 %) und informationstechnologische Dienstleistungen (+ 3,2 %).

Mehr Geld für Breitband-Ausbau gefordert

Zugleich forderte Kempf von Bund und Ländern, Investitionsanreize für den Ausbau schneller Internetzugänge zu schaffen. Für bundesweite Netze mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde seien bis zum Jahr 2018 Investitionen von rund 20 Milliarden Euro erforderlich. Für eine Glasfaserversorgung für noch schnellere Netze sogar 80 Milliarden Euro „Der Breitbandausbau ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Wirtschaft und Staat Hand in Hand arbeiten müssen“, so Kempf.

Dort gehts zum schnellen Internet: Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert und Drewag-Chef Reiner Zieschank rollen im Dresdner Industriegelände nord plakativ ein "Breitband" aus. Die eigentlichen Glasfasern sind natürlich längst in der Erde versenkt. Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert und Drewag-Chef Reiner Zieschank rollen im Dresdner Industriegelände Nord plakativ ein „Breitband“ aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Kommunen setzen teils auf Glasfasern der Stadtwerke

Weil die großen Kommunikations-Konzerne wie Telekom und Vodafone vielerorts mit einem Ausbau zögern, setzen inzwischen Stadtwerke in einigen Kommunen ihre Glasfasernetze ein, um schnelle Internet-Zugänge vor allem für Firmenkunden zu schaffen. Ein Beispiel dafür ist Dresden, wo die Drewag und die städtische Wirtschaftsförderung begonnen haben, unterversorgte Gewerbegebiete mit Stadtwerke-Glasfasern breitbandig anzuschließen. Autor: Heiko Weckbrodt

Zum Weiterlesen:

Dresden setzt Stadtwerke-Glasfasern für Breitband ein

Zwickauer zeigen zur CeBit 2014 datenbrillen-gesteuerten Laster

1 Kommentare

  1. Schnelle Datenwege werden mehr und mehr zu einem Wirtschafts- und Standortfaktor, der wirtschaftliches Wachstum hemmen kann. Da sollte die Politik schnellstmöglich reagieren, da ITK und deren Bereich der mittelständischen Firmen die Unternehmen sind, die zukunftsfähige Arbeitsplätze erschaffen können.

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