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Dresdner Bibliotheksbilanz: Virtuelle überholen physische Besuche

Vor dem entspannten eBuch-Lesen steht leider anfangs einiger einrichtungs-Aufwand. Abb.: Adobe

Abb.: Adobe

Dresden, 30. Januar 2014: Der digitale Wandel schlägt sich auch in den öffentlichen Leihbüchereien immer stärker nieder. So hatten die Städtischen Bibliotheken Dresden im vergangenen Jahr erstmals mehr virtuelle Besuche (1,87 Millionen) auf ihren Internetseiten als physische Besuche (1,74 Millionen) in den Filialen vor Ort. Das teilte Bibliotheken-Direktor Arend Flemming heute mit. Ähnliche Entwicklungen hatte zuvor bereits die Sächsische Uni- und Landesbibliothek SLUB in Dresden mitgeteilt.

eBuch-Ausleihe legt um 53 % zu

Arend Flemming. Abb.: Lesestark!

Arend Flemming. Abb.: Lesestark!

In den Städtischen Bibliotheken wiederum macht sich auch mehr und mehr der eBook-Boom bemerkbar: Während die Entleihzahlen insgesamt „nur“ um 1,3 Prozent auf 5,675 Millionen stiegen, legte die jüngste Dresdner Filiale, die Internetbibliothek „eBibo“, um satte 53,4 Prozent auf 93.052 Entleihungen von eBüchern, digitaler Musik, Videos und anderen Medien zu. Flemming will den eBook-Bestand der eBibo daher in den nächsten Monaten noch mal kräftig aufstocken.

Noch heiße eBook-Dispute mit Verlagen zu erwarten

Schaue man über den Dresdner Tellerrand hinaus, sei deutlich zu sehen, dass es noch heiße Diskussionen mit den Verlagen über den Zugang der öffentlichen Leihbüchereien zu digitalen Büchern (eBooks) geben werde, ist Flemming überzeugt. „Und die Verlage wiederum ringen ähnlich wie die Bibliotheken um neue Geschäftsmodelle, einige stehen vor dem Ende.“ Autor: Heiko Weckbrodt

Werbevideo für die Onleihe:

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