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Sachsen-Morlok drängt auf Chip-Millionen aus Berlin

Montage: Alexander Eylert

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Dresden/Berlin, 27. Januar 2014: Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) will die Bundesregierung solange nerven, bis die einen dreistelligen Millionenbetrag für Sachsens Mikroelektronik herausrückt. Das hat er nun nach eigenen Angaben in einem Brief an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) verdeutlicht. Mit dem Geld will der Freistaat weitere 400 Millionen Euro in Brüssel freieisen.

Minister: Bund muss Groko-Bekenntnisse in Taten ummünzen

Sven Morlok. Abb.: sachsen.de

Sven Morlok. Abb.: sachsen.de

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD ist die Mikroelektronik ausdrücklich als Schlüsseltechnologie für die deutsche Industrie verankert“, argumentierte der Liberale. „Jetzt muss der Bund dafür sorgen, dass den Bekenntnissen auch Taten folgen. Ich werde mich hartnäckig um eine nationale Kofinanzierung bemühen, denn nur so bleibt unsere Industrie fit für den Wettbewerb in Europa und der Welt.“

1,6-Milliarden-Euro-Paket für Hlableiterindustrie lockt

Dahinter steckt Morloks Plan, im Rahmen des EU-Programms „ECSEL“ insgesamt bis zu 1,6 Milliarden Euro für einen Ausbau und eine Neuprofilierung der sächsischen Halbleiterindustrie auf „schlaue“ Computerchips nach dem „More than Moore“-Ansatz zu aktivieren. Die Hälfte davon soll die Industrie in innovative Pilotlinien investieren, 400 Millionen soll Brüssel zuschießen, in die geforderte nationale Kofinanzierung sollen sich Land und Bund hineinteilen. Morlok hatte schon bei der vorherigen Bundesregierung für diesen Plan geworben, war aber nur auf verhaltenes Echo gestoßen. Autor: Heiko Weckbrodt

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