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Dresdner gründen Initiative für Privatsphäre

Nach der Stasi zum Inbegriff der Schnüffelei geworden: Die National Security Agency. Foto: NSA

National Security Agency. Foto: NSA

Aktionstage und Crypto-Parties gegen staatliche Schnüffelei geplant

Dresden, 14. Januar 2014: Aus Protest gegen die Schnüffelpraxis von Geheimdiensten wie der amerikanischen NSA, aber auch gegen die sächsischen Reglungen zur Bestandsdatenauskunft soll sich morgen Abend in Dresden eine „Initiative für Privatsphäre“ gründen. Das haben anonyme Aktivisten auf mehreren Foren im Internet angekündigt. Das Bündnis soll die Dresdner Öffentlichkeit für Themen wie Privatsphäre, Überwachung und Datenschutz sensibilisieren. Geplant seien aber auch ein „Aktionstag für Provatsphäre“ am 1. Februar, „Crypto-Parties“, auf denen man lernt, seine Daten zu verschlüsseln, und weitere Veranstaltungen. Das teilte auf Oiger-Anfrage einer der Organisatoren aus dem „Anonymous-Kollektiv“ mit, der unter dem Pseudonym „Woschtok“ im Netz auftritt.

„Privatsphäre der Bürger wird immer kleiner“

Logo des Asozialen Netzwerks Dresden. Abb.. Asonet.tk

Logo des Asozialen Netzwerks Dresden. Abb.. Asonet.tk

Zu den Initiatoren des Bündnisses gehören neben dem Anonymous-Kollektiv auch das „Asoziale Netzwerk Dresden“ alias die „Neustadt-Lobby“ und der „Chaos Computer Club Dresden c3d2“ (CCC). „Der Hauptgrund, dieses Bündnis anzustoßen, ist vor allem die immer größer werdende Liste an Überwachungs- und Sicherheitsprogrammen, die die Privatsphäre des Bürgers immer kleiner werden lassen“, betonte Woschtok. „Der Missbrauch der Anti-Terror-Gesetze spielt dabei unter anderem eine große Rolle, genauso wie die nicht vorhandene Kontrolle der Geheimdienste.“ Ein ähnliches Bündnis sei zuvor bereits in Leipzig gegründet worden. Autor: Heiko Weckbrodt

Gründungstreffen: 15. Januar, 20 Uhr, im CCC-Hauptquartier, Nordeingang Robotron-Komplex Lingnerallee 3, Telefon 48484999, mehr Infos hier

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