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5 % Plus: Mikroelektronik-Industrie hat sich erholt

Klasissche MRAMs auf einem Wafer des US-Unternehmens Everspin. Foto: Everspin

Foto: Everspin

Speicherhersteller Micron gewinnt nach Elpida-Übernahme Marktanteile

Englewood/Dresden, 4. Januar 2014: Nach einem 2,5-prozentigen Rückgang im Jahr 2012 hat sich die Halbleiterindustrie im vergangenen Jahr wieder erholen können. Das geht aus Analysen des kalifornischen Marktforschungsunternehmens „IHS iSuppli“ aus Englewood hervor. Demnach legten die globalen Chip-Umsätze im Jahr 2013 um 4,9 Prozent auf 317,9 Milliarden Dollar (233,9 Milliarden Euro) zu.

Speichermarkt legt zu

Abb.: Micron

Abb.: Micron

Besonders gut hat sich die Nachfrage demnach für Hersteller von flüchtigem (DRAM) und merkfähigen (NAND) Speicherbausteinen entwickelt und hier vor allem für das US-Unternehmen „Micron“: Das konnte nach der Übernahme der bankrotten japanischen Chipfirma „Elpida“ seinen Anteil im Speichermarkt von früher zehn bis 15 Prozent auf etwa 27 Prozent ausbauen und seine Umsatze auf 14,2 Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro) etwa verdoppeln, so die vorläufigen „IHS iSuppli“-Schätzungen. „Micron“ tastet sich damit an den Zweitplatzierten im DRAM-Speichermarkt, die koreanische „Hynix“ heran, Die Südkoreaner mussten nach einem Brand in deren chinesischen Werk in Wuxi Federn lassen und kommen nun auf 27,8 Prozent Marktanteil. Primus im DRAM-Markt bleibt mit 36.8 Prozent der südkoreanische Samsung-Konzern.

Auch LED und Sensoren gefragt

Für Wachstum im Halbleitermarkt haben neben den Speicherchips vor allem auch frühere Nebenprodukte gesorgt: Funklösungen beispielsweise, LEDs, Sensoren und Aktuatoren, während die Nachfrage für klassische Prozessoren und Grafikchips stagnierte.

Luftbild vom Standort: Links die Infineon-Werke, ganz rechts der Reinraum und das Bürohaus, in dem das CNT sitzt. Abb.: FHG

Infineon-Werke in Dresden. Abb.: FHG

Deutsche Chipfabriken mit durchwachsenem Ergebnis

Auch die deutschen Hersteller erreichten ein eher durchwachsenes Ergebnis: Der Logikchip-Hersteller Infineon hatte in seinem (vom Kalenderjahr abweichenden) Geschäftsjahr 2013 einen leichten Umsatzrückgang von zwei Prozent zu verzeichnen, rechnet 2014 aber wieder mit Wachstum. Die Dresdner Infineonwerke gelten jedenfalls als gut ausgelastet. Globalfoundries, deren Leitwerke bei New York und in Dresden stehen, hat laut inoffiziellen Schätzungen ein spürbares Umsatzplus erreicht, allerdings gibt das US-amerikanische Unternehmen, das nicht an der Börse notiert ist, selbst keine Zahlen heraus. Autor: Heiko Weckbrodt

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