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Planetarium aus der Grafikkarte

In dieser Demo haben die Fraunhofer-Forscher per PC-Grafikkarte den New Yorker Times Square auf eine Kuppelleinwand projiziert. Fraunhofer FOKUS / Matthias Heyde

In dieser Demo haben die Fraunhofer-Forscher per PC-Grafikkarte den New Yorker Times Square auf eine Kuppelleinwand projiziert. Fraunhofer FOKUS / Matthias Heyde

Fraunhofer und Nvdia entwickeln Panorama-Projektion aus dem PC

Berlin, 2. Januar 2013: Fraunhofer-Forscher des Berliner „FOKUS“-Instituts haben gemeinsam mit dem Grafikchip-Designer Nvidia eine Technik entwickelt, die Panoramaprojektionen wie im Planetarium auch mit vergleichsweise kleinem Aufwand für breitere Kreise erschwinglich machen soll. Durch eine Treiber-Modifikation ist es demnach nun möglich, mit einer gewöhnlichen PC-Grafikkarte – und ohne zwischengeschaltete spezielle Geräte – mit Beamern verzerrungsfreie Bilder auf gekrümmte Leinwände beziehungsweise Kuppeln zu werfen.

Desktop-Warping für futuristische Kontrollzentralen

Verwendbar ist demnach jedes Bild auf der Windows-Oberfläche, das mittels der in den Grafikkarten-Treiber integrierten FOKUS-Software die Projektoren ansteuert, die wiederum auf der gekrümmten Fläche wie in einem Puzzlespiel das Panorama erzeugt. Damit soll Planetariumstechnik zum Beispiel für kleinere Museen erschwinglich werden, aber auch ein Einsatz in der Wirtschaft schwebt den Fraunhofer-Forschern vor: Sie denken beispielsweise an die Fernwartung von Meeres-Ölplattformen durch Ingenieur-Teams, die sich in einer Kuppelschaltzentrale auf dem Festland befinden. Durch das „Desktop Warping“ soll es ihnen ermöglicht werden, die gesamten Abläufe auf den Plattformen virtuell mitzuerleben. Autor: Heiko Weckbrodt

1 Kommentare

  1. Henning sagt

    Das ist ja abgefahren. Ich bin mal gespannt, wann es das auch für zu Hause gibt bzw. ab wann die Technologie eingesetzt wird um Filme zu zeigen. Das mit der Fernwartung ist ja schon mal eine tolle Sache, die bestimmt auch zur Sicherheit des Personals beitragen kann.
    Danke für den Artikel, war echt interessant 🙂

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